Gut getarnt sind nicht nur Scharfschützen der Bundeswehr, sondern auch Trojaner von eigentlich Verbündeten

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Digital Life
07/14/2015

Deutsche Bundeswehr warnt Soldaten vor Trojaner Regin

Soldaten der Bundeswehr werden zu Vorsicht beim Umgang mit privaten PCs aufgerufen. Der Trojaner Regin könnte militärische Geheimnisse an NSA oder GCHQ verraten.

Wie der Spiegel berichtet, hat die deutsche Bundeswehr seine Soldaten - vor allem jene im Auslandseinsatz - dazu aufgerufen, mit privaten PCs vorsichtig umzugehen, um diese nicht mit dem Trojaner Regin zu infizieren. Hinter dem Schadprogramm Regin wird ein NATO-Verbündeter vermutet. Die deutsche Regierung ist laut Insiderquellen davon überzeugt, dass Regin vom US-Geheimdienst NSA oder seinem britischen Pendant GCHQ programmiert wurde. Geheime Informationen könnten damit in unbefugte Hände geraten.

Die Soldaten werden in einem internen Schreiben vor allem dazu aufgefordert, keine USB-Sticks zu verwenden, die als Geschenk erhalten wurden. Außerdem sollte der Gebrauch von USB-Sticks vermieden werden, die zuvor in Internetcafes an Rechner angeschlossen wurden. Laut dem Spiegel bestätige das Vorgehen der Bundeswehr die Nervosität deutscher Behörden beim Thema Cybersicherheit. Erst im Juni wurde bekannt, dass der deutsche Bundestag bei einem Cyberangriff ausspioniert worden war.