Digital Life
14.05.2015

Facebook-Gruppe für Erhalt der Wiener Ampelpärchen

Eine am Donnerstag gegründete Facebook-Gruppe fordert den dauerhaften Erhalt der Wiener Ampelpärchen. Diese sollen vorerst bis Ende Juni bleiben.

In den vergangenen Tagen sorgten die Wiener Ampelpärchen international für große Aufregung. Neben Medien wie der "New York Times", "Spiegel" oder dem "Guardian" berichteten sogar Zeitungen in Taiwan über die beiden gleichgeschlechtlichen Figuren, die anlässlich des bevorstehenden Life Balls, des Song Contests und der Regenbogenparade in Wien installiert wurden. Die Sujets zeigen wie berichtet jeweils ein Paar aus Mann und Frau, zwei Frauen sowie zwei Männer mit einem Herzchen.

Facebook-Seite für Erhalt

Am Donnerstag hat sich nun eine Facebook-Gemeinschaft formiert, die sich für den dauerhaften Erhalt der Wiener Ampelpärchen ausspricht. Die Facebook-Gemeinschaft gewann binnen weniger Stunden mehr als 4500 Unterstützer (Standpunkt: 14.5. 12 Uhr), die Zahl wächst stetig. Die neuen Ampeln, die an 49 ausgewählten Standorten installiert worden sind, sollen nämlich Ende Juni wieder abgebaut werden.

Neben einem Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit soll mit den Ampelpärchen unter anderem getestet werden, ob die roten Ampeln an den betroffenen Kreuzungen weiterhin von vielen Fußgängern ignoriert werden, oder ob sich das Verhalten der Menschen durch das Pärchen ändert. Dazu gibt es eine wissenschaftliche Studie. Gut möglich, dass die Ampelpärchen bleiben dürfen, wenn dadurch wirklich die Verkehrssicherheit im Straßenverkehr wächst.

Unterschiedliche Reaktionen

Die Reaktionen auf die neuen Wiener Ampelpärchen im Netz sind bisher sehr unterschiedlich und teils sehr heftig ausgefallen. Sie sorgten auf jeden Fall für ordentlich Zündstoff auf Facebook und Twitter. Die ersten Reaktionen der futurezone.at-Leser auf die Facebook-Seite zeigten, dass ein Verbleib der neuen Ampelpärchen durchaus positiv wahrgenommen wird. "Sehr gute Idee! Dann kann sich wenigstens niemand mehr über die Kosten dieses Kulturprojekts beschweren..."