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Medien

Forscher fordern mehr Experimente bei Online-Kommentaren

Zwar seien die meisten Redaktionen auf Facebook und Twitter präsent, wie eine Umfrage der drei Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität unter mehr als 100 Redaktionsleitern zeigt. Doch die Journalisten nutzten die Möglichkeiten zum Austausch nicht genug. „Wir glauben, dass es noch mehr Experimente bedarf“, sagte Christoph Neuberger, einer der Studien-Autoren, am Donnerstag in Berlin.

Kommentarfunktionen auf den Webseiten würden oft lieblos behandelt: „Wir haben festgestellt, dass kaum moderiert wird, dass kaum ein Journalist auftaucht in diesen Kommentarforen.“ Auf Twitter unterhielten sich Politikjournalisten vor allem miteinander. Dabei betonten mehrere Journalisten, wie wichtig der Austausch mit den Lesern sei. „Die Leute wollen ja Diskurs“, sagte Philip Grassmann von der Webseite „Der Freitag“. Dort können Leser eigene Beiträge schreiben, die gleichberechtig neben Texten der Redaktion stehen. Auf Kritik und Verbesserungsvorschläge von Lesern sollten die Redaktionen eingehen, sagte Oliver Michalsky von der „Welt“-Gruppe. Das verbessere den Ruf der Journalisten.

Ein Hindernis ist der Studie zufolge der große Aufwand für die Betreuung der Online-Kanäle. Außerdem kennen sich viele Mitarbeiter nach Einschätzung der befragten Redaktionsleiter nicht gut genug mit den Online-Netzwerken aus.

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