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Backup
06/18/2012

Kanadier klagt Apple wegen Hardwareausfall

Ein kanadischer Anwalt verlor die Babyfotos seines Sohnes durch einen Hardwaredefekt. Zur Sicherung seiner Daten hatte er ursprünglich eine Time Capsule angeschafft, die allerdings im entscheidenden Moment versagte. Nun fordert er 25.000 kanadische Dollar als Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Man sollte keine Anwälte verärgern: der kanadische Anwalt Perminder Tung sicherte die Daten seiner beiden Macbooks sowie seines iPhones über eine Time Capsule. Durch einen Hardwaredefekt versagte die von Apple angebotene Backup-Lösung und so gingen die Babyfotos seines Sohnes verloren. Nun klagt Tung den kalifornischen Konzern auf Schadenersatz und Schmerzensgelder in der Höhe von 25.000 kanadischen Dollar (umgerechnet knapp 19.200 Euro).

Kostenpflichtiger Austausch als Gegenangebot
Das von Tung eingesetzte Modell hatte, wie Apple bekannt war, technische Probleme und wurde bereits vor einigen Jahren zurückgerufen. Das wurde Tung mitgeteilt, als er das Gerät zur Reparatur bringen wollte. Zu diesem Zeitpunkt war die Rückruffrist bereits abgelaufen, man bot ihm allerdings einen Austausch zum Preis von 252 kanadischen Dollar an - das entsprach fast dem ursprünglichen Kaufpreis von 368,48 kanadischen Dollar.

Heikle Angaben von Apple
Problematisch ist vor allem, dass Apple die Qualität der Time Capsule auf seiner Produktseite auf "Serverniveau" einstuft. Da in der Time Capsule allerdings lediglich Caviar Green-Festplatten von Western Digital, die keinerlei Angaben zur mittleren Betriebsdauer machen, verwendet werden, ist diese Aussage zweifelhaft. Auf der Webseite heißt es unter anderem, der Wert sei "basierend auf einer Zuverlässigkeitsbewertung von mindestens 1 Million Stunden mittlerer Betriebsdauer zwischen Ausfällen." Dieser Wert wurde im Fall von Tung bei weitem nicht erreicht.

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