Digital Life
08.05.2015

Link-Shortener Bitly wandelt URLs in Werbelinks um

Ohne dem Wissen der Nutzer wandelt der Linkverkürzer Bitly einige URLs in Affiliate-Links um. In manchen Fällen wird sogar ein Cookie gesetzt.

Wer den URL-Shortener Bitly verwendet, hat vermutlich wohl oder übel schon mal einen Werbelink versendet. Denn der Dienst wandelt einige URLs in Affiliate-Links um und stattet die Links mit Zusatzinformationen wie etwa einer einzigartigen ID aus. In manchen Fällen werden nach Anklicken der Links sogar Cookies gesetzt.

Sollte ein Nutzer nach dem Klick auf einen Bitly-Affiliate-Link ein Produkt kaufen, erhalten der Verkürzungsdienst und sein Partner, der Online-Marketing-Spezialist VigLink, eine Provision.

Zwar weist Bitly auf einer Support-Seite darauf hin, dass manche URLs in Werbelinks umgewandelt werden, wirklich klar dürfte das aber kaum jemand sein. Bitly behauptet, dass es sich bei dem Affiliate-Programm lediglich um einen Test handelt.

Sollte jemand seinen eigenen Affiliate-Link mit Bitly verkürzen, wird dieser nicht mit einem Bitly-Werbelink überschrieben und die ursprüngliche Tracking-ID bleibt erhalten.

Mehr als 22 Milliarden Links verkürzt

Bisher hat Bitly mehr als 22 Milliarden Links verkürzt. Damit zählt der Dienst zu den beliebtesten URL-Shortenern. Als Alternative bieten sich Googles-Shortener goo.gl, TinyURL oder Twitters hauseigner Dienst an.