Digital Life
08.11.2017

LTE-Netz in der Wiener U-Bahn wird ausgebaut

Die Wiener Linien passen die Mobilfunk-Infrastruktur in der U-Bahn an den LTE-Standard an. Die drei großen Mobilfunker teilen sich die Nutzung.

Der Handyempfang mit der aktuell modernsten Mobilfunk-Generation LTE sollte künftig in der Wiener U-Bahn deutlich besser sein. Die Wiener Linien sind dabei die dafür notwendige Infrastruktur innerhalb der Tunnel und Stationen auf den neuesten Stand zu bringen. Bis Jahresende soll das gesamte Wiener U-Bahnnetz aufgerüstet sein. "Unsere Fahrgäste erwarten sich eine schnelle Verbindung – offline mit den Öffis genauso wie online. Gemeinsam mit Österreichs führenden Mobilfunkanbietern sorgen wir deshalb dafür, dass mobiles Breitband auch im U-Bahn-Netz Realität wird", meint Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer in einer Presseaussendung.

200 Kilometer Kabel

Für besseren LTE-Empfang wird ein insgesamt über 200 Kilometer langes Kabel entlang der Tunnelwände verlegt. In den Stationen wurden so genannte Koppelboxen erneuert, um die notwendigen LTE-Frequenzen zu transportieren. Während der Bauarbeiten wird das Mobilfunknetz abschnittsweise abgeschaltet. Dies geschieht jedoch nur spätabends oder nachts, sodass Fahrgäste davon möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Geteilte Nutzung

Die neue Infrastruktur wird von den Mobilfunkanbietern geteilt genutzt. A1, T-Mobile und Drei haben Nutzungsverträge mit den Wiener Linien abgeschlossen. Bisher wurde die Mobilfunk-Infrastruktur unter der Erde in Wien auf dieselbe Weise ausgebaut und genutzt. Mitte der 90er-Jahre wurde das U-Bahnnetz GSM-fähig gemacht, 2002 folgte UMTS, 2017 nun LTE.

A1-Aktion

A1 hat anlässlich der Verbesserung des LTE-Empfangs im U-Bahnnetz eine Aktion gestartet. Kunden können die Netzqualität über die Mein-A1-App bewerten und erhalten dafür alle 30 Tage für jeweils 24 Stunden unlimitiertes Datenvolumen.