Ein Flieger steht am Boden in El Paso
© REUTERS / Jose Luis Gonzalez
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Das war der kuriose Grund für die plötzliche US-Luftraumsperre

Am Mittwoch sorgte eine plötzliche Luftraumsperre in den USA für Aufsehen. An der Grenze zu Mexiko im texanischen El Paso wurde der Luftraum ohne genauere Angaben für 10 Tage komplett gesperrt. In den sozialen Netzwerken tauchten umgehend die wildesten Spekulationen auf: von Atomwaffentests bis hin zu geheimen Militäraktionen und UFO-Sichtungen.

Einige Stunden später wurde die Sperre wieder aufgehoben. Mittlerweile ist auch der Grund bekannt geworden. Wie sich herausstellte, erinnert der Vorfall an den berühmten Song "99 Luftballons".

Kartell-Drohne war ein Luftballon

Direkt neben El Paso befindet sich der Armeestützpunkt Fort Bliss, wo die US Army ein Lasersystem zur Drohnenabwehr stationiert hat. Damit wurde versucht ein Flugobjekt vom Himmel zu holen

Die Army ging davon aus, dass es sich dabei um eine Drohne eines mexikanischen Kartells handelt. Auch aus dem Weißen Haus hieß es kurz danach, dass "die Bedrohung durch eine Drohne der Kartelle eliminiert wurde".

Mehrere Militärhubschrauber stehen auf einem Flugfeld vor großen Gebäuden in einer trockenen, bergigen Landschaft.

Auch die Militärhelikopter der Fort Bliss Air Base mussten am Boden bleiben

Später hat sich herausgestellt, dass das mysteriöse Fluggerät lediglich ein herkömmlicher Luftballon war, der bei einer Party davongeflogen ist. Das klingt alles ziemlich kurios, allerdings setzen Kartelle im Grenzgebiet tatsächlich oft Drohnen ein und die US-Soldaten in Fort Bliss übernehmen regelmäßig Grenzschutzaufgaben.

Nachdem die FAA vom Lasereinsatz in Kenntnis gesetzt wurde, ist der Luftraum über El Paso gesperrt worden. Laut Insidern hat die FAA diese drastische Maßnahme gesetzt, weil ihr vor dem ersten Einsatz der Laserwaffe nicht genug Zeit gegeben wurde, zu analysieren, ob der Laserstrahl zivile Hubschrauber und Flugzeuge beschädigen oder die Piloten blenden könnte. Die Luftraumsperre wurde auf Anordnung des Weißen Hauses wieder aufgehoben, wenige Stunden, nachdem diese von der FAA verhängt wurde.

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Kommunikation hat versagt

Der Skandal bei dieser Angelegenheit liege in der missverständlichen beziehungsweise nicht vorhandenen Kommunikation zwischen der US-Armee und der Luftfahrtbehörde, wie Ars Technica schreibt. Offenbar hat sich die FAA über die Luftraumsperre weder mit den texanischen Behörden noch mit dem Weißen Haus beraten. 

"Ich möchte eines ganz, ganz deutlich machen: Das hätte niemals passieren dürfen", sagte der Bürgermeister von El Paso während einer Pressekonferenz: "Dieses Versagen in der Kommunikation ist inakzeptabel."

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