Ukrainer jagen Drohnen mit alter Antonow und M134 Minigun
Aufnahmen des französischen Fernsehsenders TF1 zeigen eine bemerkenswerte Art der Drohnenabwehr in der Ukraine. So ist dort mindestens ein umgebautes Antonow An-28 Transportflugzeug im Einsatz, das mit einer 6-läufigen M134 Minigun ausgestattet ist. Die Besatzung des Flugzeugs besteht aus zivilen Freiwilligen, wie es heißt.
Bei dem dokumentierten Einsatz im Südosten der Ukraine hatte die Crew 10 Minuten Zeit für den Start und war insgesamt 5 Stunden in der Luft, wobei 5 Shahed-Drohnen abgeschossen wurden. Die Fluglotsen leiten das Flugzeug zunächst in das Gebiet, in dem russische Drohnen unterwegs sind.
Anschließend beginnt der Einsatz, dabei werden auch Infrarotkameras und Nachtsichtgeräte genutzt. Die Besatzung wartet, bis sich die Drohnen über unbewohntem Gebiet befinden, bevor sie das Feuer eröffnet
Die Waffe ist im Türrahmen der Kabine montiert. Die Bauweise der An-28 ermöglicht ein besonders breites Schussfeld. Insgesamt sollen die Freiwilligen schon 150 feindliche Drohen abgeschossen haben.
Was kann die Minigun?
In der “moderaten” Feuerrate feuert die M134 3.000 Schuss pro Minute, wenn es sein muss, können es aber bis zu 6.000 sein, also 100 Schuss pro Sekunde. Das in Kombination mit einem weiten Schwenk macht die Waffe sehr flexibel gegenüber schnell fliegenden Drohnen.
Die Minigun kann man durchaus als legendär bezeichnen. Abseits von realen Kriegsschauplätzen kennt man die Waffe aus Filmen wie etwa Predator und Terminator 2.
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Im militärischen Gebrauch kommt sie bei etlichen Nationen auf Fahrzeugen und Hubschraubern zum Einsatz. Sogar Österreich hat eine M134, um bei Bedarf den Hubschrauber OH-58 Kiowa zu bewaffnen.
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Antonow An-28
Die Antonow An-28, die ursprünglich in der Ukrainischen Sowjetrepublik vom Antonow-Konstruktionsbüro entwickelt wurde, flog erstmals 1969 und war hauptsächlich als Kurzstrecken-Passagierflugzeug für die Aeroflot gedacht.
Die Maschine kann auf besonders kurzen Pisten sowohl starten als auch landen. Auch unbefestigte Böden sind für die Maschine kein Problem, was sie zu einem sehr flexiblen Flugzeug macht.
Das als Schulterdecker ausgelegte Flugzeug wird von zwei Gluschenkow TWD-10B Turboprop-Triebwerken mit je 960 PS angetrieben und erreicht eine Reisegeschwindigkeit von rund 350 km/h bei einer maximalen Reichweite von bis zu 1.365 Kilometern. Mit einer Spannweite von 22,06 Metern und einer Länge von 13,10 Metern kann die An-28 neben der ein- bis zweiköpfigen Besatzung bis zu 17 Passagiere oder 1.750 Kilogramm Fracht transportieren.
Insgesamt wurden knapp 200 der An-28 gebaut. Rund 20 davon fliegen heute noch. Zivile Betreiber gibt es in Armenien, Russland und Tajikistan. Militärisch wird das Flugzeug von Georgien, Tansania und der Ukraine genutzt.
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