Digital Life
14.06.2017

Microsoft schließt Lücken in älteren Betriebssystemen

Obwohl der Sicherheits-Support dafür eigentlich bereits eingestellt wurde, bringt Microsoft nach WannaCry Patches für Sicherheitslücken in Windows XP und Windows Server 2003.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung, sich nicht mehr um Sicherheitslücken in seinen älteren Betriebssystemen kümmern zu wollen, hat Microsoft nun Patches für Sicherheitslücken ausgeliefert, die durch die WannaCry-Attacke vor wenigen Wochen aufgezeigt wurden. Die Ransomware hat durch die Lücke unter anderem Geräte mit Windows XP oder Windows Server 2003 angreifen und alle Daten auf Computern mit diesen Betriebssystemen verschlüsseln können, um dann von den Nutzern Lösegeld dafür zu fordern.

Wie ZDNet berichtet, haben es genau jene Lücken, die WannaCry (auch WannaCrypt genannt) ausnutzte, dem US-Geheimdienst NSA über Jahre erlaubt, in Windows-Rechner einzudringen. Während neue Windows-Betriebssysteme durch einen im April ausgelieferten Patch vor der Ransomware geschützt waren, blieben drei Sicherheitslücken in den älteren Windows-Versionen offen.

Microsoft weigerte sich zunächst, diese zu schließen und wies auf die Notwendigkeit von Upgrades auf modernere Betriebssysteme hin. Nun hat sich der Konzern allerdings entschlossen, auch jene drei Lücken zu schließen, um die Ausbreitung von WannaCry zu verhindern. Microsoft weist allerdings darauf hin, dass es sich um eine Ausnahme handelt. Das Ausliefern von Patches für ältere Betriebssysteme sei nicht als dauerhafte Praxis zu verstehen.