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Plug-ins
11/29/2010

Mozilla kritisiert Google, Apple und Microsoft

Asa Dotzler, langjähriger Mozilla Community Director, hat Software-Unternehmen für ihre Praxis kritisiert, ungefragt Plug-ins in Browser wie Firefox zu installieren. Neben iTunes ist auch Microsofts Virtual Earth betroffen.

"Warum glauben Microsoft, Google, Apple und andere, dass das Hinzufügen eines Plug-ins zu Firefox beim Installieren von Softwarepaketen ok ist", wettert Dotzler auf seinem Blog . Konkret kritisiert er, dass ohne Einwilligung des Users Programme wie iTunes, Windows Live Photo, Office Live und Virtual Earth im Hintergrund Plug-ins in die Browser-Architektur einschleusen.

Als User habe man diesem Vorgang weder zugestimmt, noch habe man in den meisten Fällen überhaupt eine Ahnung, was für Funktionen und Aktivitäten von diesen Browser-Plug-ins ausgingen. Diese Vorgehensweise sei mit der Installation von Trojaner-Software vergleichbar, so Dotzler. Auch Start-ups wie RockMelt sollten dieses bösartige Verhalten unterbinden.

Browser als Schnittstelle

Viele der erwähnten Plug-ins laufen im Hintergrund, um die Kommunikation zwischen Desktopprogrammen und dem Internet zu vereinfachen. Klickt man etwa auf einen im Web angeführten iTunes-Link, sorgt das Plug-in für das automatische Starten von iTunes. Microsofts Virtual-Earth-Plug-in sorgt wiederum dafür, dass der dreidimensionale Kartendienst im Browser aufgerufen werden kann und die Technologie dahinter auf dem neuesten Stand bleibt.

Dotzler unterstellt den Softwareherstellern keine bösen Absichten, lehnt die Vorgangsweise aber aus Prinzip aus. "Zuerst fragen, dann installieren", lautet seine Devise. Dotzlers Kritik blieb aber auch unter Firefox-Anhängern nicht unwidersprochen, wie die Diskussionsbeiträge auf dem Blog zeigen. So nahmen manche User auch Mozilla in die Pflicht. Dass der Browser ohne Gegenfrage die Installation von Plug-ins zulasse, sei nicht akzeptabel und müsse ausgebessert werden, kritisierten manche Firefox-Nutzer.

Mozilla-Entwickler kritisiert Dotzler

Aber auch in der Mozilla-Entwickler-Community ruft Dotzlers pointierte Meinung zum Teil heftige Gegenkritik hervor. Entwickler Benjamin Smedberg etwa widerspricht dem Community Director. "Das, was die kritisierten Unternehmen machen, nennt sich Software-Integration und ist eine sehr gute Sache", so Smedberg in seiner Blog-Replik.

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(futurezone)

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