Digital Life
12/10/2010

Nur mehr wenige Internetmuffel in Österreich

Der Anteil der Österreicher, die sich dem Internet mehr oder weniger verweigern, hat sich innerhalb des vergangenen Jahrzehnts auf 36 Prozent nahezu halbiert. Umgekehrt hat sich die Anteil derer, die täglich online sind, auf 42 Prozent verdreifacht.

Das Internet wird hauptsächlich für E-Mails und als Nachschlagewerk genutzt. Das ergab der am Freitag veröffentlichte Vergleich von Umfrageergebnissen aus mehreren Jahren im Rahmen der "Österreichischen Verbraucher Analyse" des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS mit tausenden Befragten.


42 Prozent nutzen Internet nahezu täglich
Demnach erklärten aktuell 42 Prozent, sie würden das Internet nahezu täglich nutzen, 63 Prozent sind zumindest einmal pro Monat im Netz. Nur 36 Prozent nutzen es kaum oder gar nicht. Vor zehn Jahren betrugen die entsprechenden Prozentzahlen 14, 32 und 69 Prozent. Nicht ganz überraschend nutzen überdurchschnittlich jeweils gebildetere, jüngere oder urbanere Menschen dieses Kommunikationsmittel. Je älter oder einfacher gebildet jemand ist, umso eher bleibt er der virtuellen Welt fern.

Hauptsächlich verwendet wird das Internet für das Versenden und Empfangen von privaten E-Mails (71 Prozent), von beruflichen E-Mails (41 Prozent), zur Nutzung als Nachschlagewerk (54 Prozent), zum Auffinden von Adressen (41 Prozent) und zu Preisvergleichen (44 Prozent). Im Mittelfeld der Nutzungshäufigkeit liegen das Online-Banking (39 Prozent), Bildungszwecke (38 Prozent) und der Abruf von Informationen über das Wetter (37 Prozent) sowie Fahrpläne (36 Prozent). 34 Prozent geben an, in sozialen Netzwerken und Ähnlichem zu surfen. Ein knappes Drittel nutzt das Web für Veranstaltungshinweise, 31 Prozent für Spiele jeglicher Art.

Selektion der Inhalte

Am unteren Teil des Rankings zeigt sich, dass nur knapp ein Viertel Informationen über Politik und Wirtschaft sucht. Ebenso viele verwenden das Internet zum Lesen von Online-Zeitungen und Zeitschriften. Die Zunahme der Informationsmöglichkeiten führe nicht zu einer Verbreiterung der Erfahrungshorizonte der Bevölkerung, sondern zu einer immer schärferen Selektion der Inhalte nach den eigenen Interessen, analysieren die Meinungsforscher.

72 Prozent der Internet-User ist noch nie der Gedanke gekommen, zu viel Zeit dafür aufzuwenden. Nur 16 Prozent haben Zweifel am Ausmaß des zeitlichen Investments. Nur zehn Prozent möchten gewisse Informationen über die eigene Person im Internet löschen. 23 Prozent sind der Meinung, dass Freunde und Verwandte eher zu viel über ihr Privatleben preisgeben.

(apa)

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