Die schwedische Polizei hat Details zu laufenden Ermittlungen in WhatsApp ausgeplaudert

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Schweden
02/17/2014

Polizei gibt Infos zu Ermittlungen in WhatsApp preis

Die schwedische Polizei hat eine Privatperson in eine WhatsApp-Gruppe eingeladen, in der Fahndungs-Informationen sowie Fotos und Daten von Verdächtigen ausgetauscht wurden.

Wie die Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins Spiegel berichtet, nutzt die Stockholmer Polizei den Dienst WhatsApp, um Informationen zu laufenden Ermittlungen auszutauschen. Das ist problematisch, da immer wieder Sicherheitslücken in der Chat-App auftauchen.

Bekannt wurde der Polizei-Einsatz von WhatsApp nicht durch eine Sicherheitslücke, sondern weil der IT-Berater Jan Svärdhagen in eine Chat-Gruppe eingeladen wurde. Dies passierte unabsichtlich, weil bei der Einladung eine falsche Telefonnummer eingetippt wurde. Svärdhagen meldete den Vorfall der Polizei Stockholm und dem IT-Magazin ComputerSchweden. Eigenen Angaben zufolge konnte Svärdhagen in der WhatsApp-Gruppe Informationen zu laufenden Ermittlungen, Daten von Verdächtigen und Fotos und Ausschnitte von Polizeiakten sehen.

Der für das Missgeschick verantwortliche Beamte entschuldige sich gegenüber ComputerSchweden für den Fehler. Er rechtfertigte die Verwendung von WhatsApp. Man brauche Mittel zum schnellen Informationsaustausch mit den Kollegen. Die von der Polizei dafür zugelassenen Blackberry-Smartphones seien zu teuer und seien den Beamten nicht zur Verfügung gestellt worden.