Substack positioniert sich als tonangebende Newsletter-Veröffentlichungsplattform (Symbolbild).
Newsletter-Autoren machen jährlich über 75 Millionen Euro Umsatz
Substack hat es in den vergangenen Jahren geschafft, quasi Synonym mit „Newsletter“ zu werden. Dabei setzt die Plattform längst nicht mehr nur auf E-Mails: Man kann dort mittlerweile auch Podcasts und Videos veröffentlichen, mit anderen chatten und „Notes“, d.h. tweet-ähnliche Kurznachrichten posten.
Am Mittwoch hat Substack im eigenen Newsletter neue Zahlen veröffentlicht. Demnach gibt es global fast 100.000 Nutzerinnen und Nutzer, die mit ihren Publikationen auf der Plattform Geld verdienen. Knapp 30.000 davon befinden sich außerhalb der USA.
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Creators in Europa – Substack spricht längst nicht mehr von Autorinnen und Autoren – haben zuletzt 90 Millionen US-Dollar (ca. 77 Millionen Euro) im Jahr erwirtschaftet. Im Vergleich zu anderen Plattformen ist das ein verschwindend geringer Wert. YouTube allein hat in den vergangenen 3 Jahren weltweit über 50 Milliarden US-Dollar (ca. 43 Milliarden Euro) an seine Creators ausgeschüttet.
10 Prozent bleiben bei Substack
Substack behält 10 Prozent jeder Transaktion ein, hat damit also am europäischen Markt rund 9 Millionen US-Dollar (ca. 7,7 Millionen Euro) eingenommen. Die Creators müssen darüber hinaus noch Gebühren für Kreditkarten bzw. Banken abtreten.
Wie der Medienjournalist Simon Owens auf LinkedIn anmerkt, ist mehr als ein Jahr vergangen, seitdem Substack bekanntgegeben hat, 5 Millionen bezahlte Abonnements erreicht zu haben. Dass die Plattform nun nicht erwähnt habe, die 6-Millionen-Marke geknackt zu haben, könnte dafür sprechen, dass sich das Wachstum bezahlter Abonnements verlangsamt habe. Die 4 Millionen Bezahl-Abos wurden im November 2024 erreicht.
Neue Übersetzungsfunktionen
Zeitgleich zur Veröffentlichung dieser Statistiken rollt Substack neue Übersetzungsfunktionen aus. „Notes“, also die kurzen Posts auf der Plattform, werden nun von Englisch in 15 andere Sprachen übersetzt, darunter auch Deutsch. In die andere Richtung funktioniert die Übersetzung mit über 100 Sprachen.
Zusätzlich stellt Substack 9 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, die sich in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, Skandinavien, Kanada, Brasilien und Japan um die Zusammenarbeit mit Creators kümmern sollen. Auch das Anwaltsteam, das Autorinnen und Autoren zur Verfügung steht, soll ausgebaut werden.
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Zukunft des Journalismus?
Substack betont regelmäßig, mit seiner Plattform eine Zukunftsperspektive für den Journalismus bieten zu wollen und spricht sich für Pressefreiheit aus. 2024 verließen allerdings mehrere bekannte Journalistinnen und Journalisten, z.B. Casey Newton mit seinem Tech-Medium Platformer, die Plattform, weil Substack in ihren Augen nicht genug gegen rechtsextremistische Inhalte unternahm und in manchen Fällen sogar finanziell davon profitierte.
Wie heise berichtete, kam es im Februar 2026 außerdem zu einem Datenleck bei Substack. E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Nutzerinnen und Nutzern landeten im Darkweb.
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