Games
25.07.2016

nucl.ai: Wiener Fachkonferenz macht Spiele intelligenter

Sei es Blizzard, Remedy, ILM oder Epic Games: Vergangene Woche wurde Wien drei Tage lang zum internationalen KI-Hotspot der Kreativbranche.

Still und heimlich hat sich Wien in den vergangenen Jahren zu einem Hotspot für Programmierer im Bereich Künstliche Intelligenz entwickelt. Dafür verantwortlich ist die Konferenz nucl.ai, die dieses Jahr bereits zum achten Mal im Wiener Juridicum stattfand. Zu den Speakern zählten Vertreter von zahlreichen weltbekannten Unternehmen, wie dem von George Lucas gegründeten VFX-Studio Industrial Light & Magic, „Warcraft“-Entwickler Blizzard, Publisher Ubisoft und Electronic Arts und „Max Payne“-Entwickler Remedy.

Roboter, Bots und Matchmaking

Im Rahmen der Fachveranstaltung wurden vergangene Woche wieder drei Tage lang Vorträge zum Thema Künstliche Intelligenz in Computerspielen und Filmen gehalten. So erklärte Gwennael Gaté (Angus.ai) beispielsweise, was er von seiner Arbeit am bekannten Roboter Pepper gelernt hat.

Alex Zook von Blizzard zeigte in seinem Vortrag wiederum, wie das Matchmaking in „Heroes of the Storm“ funktioniert und wie dieses laufend verbessert wird. Epic, das seit „Unreal“ für seine Multiplayer-Bots bekannt ist, brachte den Teilnehmern zudem näher, wie die Bots für das kommende MOBA „Paragon“ angepasst werden.

Auch heimische Vertreter

Speziell lokale Entwickler nutzten die Möglichkeit, eine international besetzte Konferenz in Wien besuchen zu können. Bernadette Thalhammer vom Wiener Spieleentwickler Sproing lobte die Veranstaltung: „Lokale Entwickler profitieren nicht nur von den qualitativ hochwertigen Talks über diverse Anwendungsmöglichkeiten, Implementierungen oder Forschungsergebnisse im Bereich AI, sie können außerdem mit Internationalen Größen der Szene in Kontakt treten und über ihre Ideen und Strategien diskutieren.“

Wieder 2017

Die Bilanz der Veranstalter fällt ebenfalls positiv aus. „Die Präsentationen kamen sehr gut beim Publikum an und auch der Ideenaustausch unter den Teilnehmern über Fach- und Landesgrenzen hinweg war auch dieses Jahr wieder intensiv“, so Veranstaltungsleiterin Petra Champandard-Pail.

Dass die Konferenz im kommenden Jahr zum neunten Mal stattfinden wird, steht bereits fest. Als Termin wird wieder Juli angepeilt. Auch der „Call for Speakers and Proposals“ soll ab Februar 2017 offiziell starten, Feedback wird aber bereits jetzt gesammelt.