Überwachungskamera

© Reinhard Vogel

Netzpolitik
05/20/2016

Dänemark weitet Kennzeichen-Überwachung aus

Kennzeichen werden künftig in Dänemark von automatischen Scannern erfasst. So will man die organisierte Kriminalität bekämpfen.

Die dänische Polizei kontrolliert Autofahrer von nun an verstärkt und systematisch mit digitalen Kennzeichen-Scannern. Damit wollen die Ordnungshüter die organisierte Kriminalität - besonders Einbruchsserien - bekämpfen sowie die Verkehrssicherheit erhöhen. Die Testphase sei beendet, die Beamten hätten damit begonnen, Autos an der Grenze zu Deutschland sowie rund um Kopenhagen mit insgesamt 100 stationären Lesegeräten zu überprüfen, heißt es in einer Mitteilung der dänischen Reichspolizei vom Freitag.

Passkontrollen wieder eingeführt

Der rechtsliberale Justizminister Søren Pind hatte kurz vor Weihnachten die rechtlichen Voraussetzungen für die Erfassung geschaffen. Sie erlaubt etwa den standardisierten Abgleich vorbeifahrender Fahrzeuge mit den polizeilichen Registern. Bereits Anfang Januar hatte Dänemark zudem die systematischen Passkontrollen an der Grenze wieder eingeführt, um die Zahl ankommender Flüchtlinge zu senken.

Bislang hätten die Beamten manuell in den Polizeiregistern nachschlagen müssen, nun übernähmen die Geräte diese Aufgabe. „In Wirklichkeit ist es das gleiche“, sagte der Direktor der dänischen Reichspolizei, Svend Larsen, der Mitteilung zufolge. „Es stärkt unsere Möglichkeiten ein Auge darauf zu haben, wer sich in den grenznahen Gegenden bewegt.“