Cyberkriminalität
06/13/2011

Deutschland: Zahl der Cyberangriffe steigt

Regierungsnetz wird täglich vier bis fünf Mal gezielt attackiert

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt einem Pressebericht zufolge vor immer mehr Angriffen im Internet. Die organisierte Kriminalität und fremde Nachrichtendienste führten „heute hochprofessionelle IT-Angriffe auf Firmen, Behörden und auch Privatpersonen“ aus, zitierte die „Bild“-Zeitung am Samstag aus dem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland, der am Donnerstag vorgestellt werden soll. Auffällig seien dabei die zunehmenden Angriffe auf das deutsche Regierungsnetz: Es wird wird laut BSI durchschnittlich vier- bis fünfmal täglich gezielt attackiert.

Immer raffinierter
„Die Methoden der Cyber-Kriminellen werden immer raffinierter, die Abwehr ihrer Attacken immer schwieriger und aufwendiger“, sagte BSI-Präsident Michael Hange der Zeitung. Laut BSI taucht im Schnitt alle zwei Sekunden ein neues Schadprogamm auf. Das seien mehr als eine Million Viren oder Trojaner pro Woche, zitierte die „Bild“. Täglich entdeckten die Behördenmitarbeiter rund 20.000 infizierte Webseiten.

Wachsende Sicherheitsprobleme sieht das BSI laut Bericht durch die rasche Verbreitung von Smartphones, Tablet-PCs und Netbooks. Diese nutzen in der Regel längst veraltete Methoden der Datenverschlüsselung und können von Dritten leicht angezapft werden. Schadprogramme können Daten ausspionieren, Identitäten und Passwörter abgreifen oder zumindest teilweise das Kommando über Smartphones übernehmen.

SMS und GPS heikel
Besonders heikel bei Smartphones sind die Telefon- und SMS-Funktion sowie die oft eingebaute Satellitennavigation: So sind bereits Schädlinge aufgetaucht, die im Hintergrund kostenpflichtige SMS versandt oder den Standort von Telefonen per GPS durchgegeben haben.

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