Künftig soll auch untersucht werden, ob Arbeitnehmer Krankenstände missbrauchen.

© APA/HARALD SCHNEIDER

Gesundheit
01/03/2014

ELGA-Portal erhitzt Gemüter schon zum Start

Ab sofort stehen die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) und die dazugehörende Online-Infrastruktur den Bürgern zur Verfügung. Der Gesundheitsminister jubelt, Hausärzte warnen.

Das ELGA-Portal ist unter Gesundheit.gv.at zu erreichen, Nutzer brauchen allerdings eine Bürgerkarte oder Handysignatur. Auf der Plattform werden in Zukunft die medizinischen Informationen von Österreichern und Österreicherinnen zentral gesammelt und stehen Ärzten und Patienten zur Verfügung. Die ersten Daten können aber erst im zweiten Halbjahr 2014 abgerufen werden. Derzeit besteht für Nutzer lediglich die Möglichkeit, zu entscheiden, ob sie überhaupt an dem neuen System teilnehmen möchten. Skeptiker können sich auf Wunsch auf der Seite abmelden. Laut Gesundheitsminister Stöger "katapultiert ELGA uns ins 21. Jahrhundert". Das Portal ermögliche Ärzten einen besseren Überblick über die Krankengeschichte und verbessere so die Qualität der Behandlung, heißt es in einer Aussendung des Ministeriums.

Der Verband der Hausärzte hingegen schreibt in einer Aussendung, dass die Abmeldung auf elektronischem Weg derzeit nicht funktioniere. Versuche führen demnach lediglich zu Fehlermeldungen. Ein Opt-out ist derzeit also nur schriftlich möglich. Die Hausärzte wollen ihren Patienten nächste Woche aber ohnehin bei einer Pressekonferenz empfehlen, sich von ELGA abzumelden. Das Gesundheitsministerium betont dagegen die Vorzüge des neuen Systems: Die Daten seien sicher und durch die zentrale Erfassung sei es Patienten künftig möglich, ihre eigenen medizinischen Einträge einzusehen und festzustellen, welche Ärzte und Apotheker darauf zugegriffen haben.

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