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Umstritten
07/13/2011

FPÖ-Hack: Strache beschuldigt User auf Facebook

Die Nerven bei der FPÖ dürften nach dem Hack der Webseite sowie dem Kursieren von Telefonnummern im Netz blank liegen. Auf der Facebook-Seite von H.C. Strache wurde am Montag ein User öffentlich beschuldigt, hinter dem Hack zu stecken. Der Betroffene überlegt rechtliche Schritte.

Mit folgendem Eintrag warnte Strache am Montag öffentlich seine Facebook-Freunde: "Zur Info! Dieser Mann könnte offensichtlich und mutmaßlich mit dem Handydiebstahl eines FPÖ-Mitarbeiters zu tun haben und hat auch in Folge die Handynummern von FPÖ-Politikern Online gestellt. Die Polizei ermittelt!". Neben dem Eintrag fand sich auch der Facebook-Link zum Profil sowie das Profilfoto des betroffenen Mannes.

Betroffener weist jegliche Schuld zurück
Wie der Standard berichtet, weist der von Strache Beschuldigte jegliche Vorwürfe zurück und gibt an, lediglich die von Anonymous veröffentlichten Infos teilweise in seinem Facebook-Account gepostet zu haben – wie viele andere auch. Ihn des Handydiebstahls zu bezichtigen, sei absurd. Dass Strache ihn öffentlich als Verbrecher hinstelle, sei unglaublich. Er habe mit dem Vorfall in keiner Art und Weise was zu tun. Mehrere Anwälte hätten von sich aus Hilfe bei rechtlichen Schritten gegen H.C. Strache angeboten.

Bei der FPÖ will man zur Causa derzeit noch nichts sagen. Eine Anfrage der futurezone blieb bislang unbeantwortet. Das Profil wurde noch am Montag nach Interventionen von erbosten Usern von Straches Facebook-Profil offline genommen. Bis dahin waren aber schon einige zustimmende Kommentare zu lesen, in denen der öffentlich Angeprangerte als „Scheiß Zeck“ und „linkischer“ und „falscher“ Bürger beschimpft wurde. Rechtsexperten gehen davon aus, dass Strache bzw. die FPÖ wegen übler Nachrede belangt werden könnte.

FPÖ im Visier von Anonymous
Die FPÖ war wie die SPÖ in den vergangenen Wochen von Anonymous

worden. Nach einer DDoS-Attacke wurden schließlich auch die FPÖ-Seite gehackt und Telefonnummern führender FPÖ-Politiker veröffentlicht. Die FPÖ gibt an, dass die Nummern nicht im Zuge des Hacks abhanden gekommen sind, sondern auf einem gestohlenen Mobiltelefon zu finden waren.

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