US-Großunternehmen sind zur Vorsicht aufgerufen

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Netzpolitik
06/13/2015

Hacker-Angriff auf US-Behörde schlimmer als gedacht

Hacker haben die Personaldaten von Millionen US-Beamten erbeutet. Darin ist auch vermerkt, wer Zugriff auf geheime Information erhält. Die Angreifer sollen aus China stammen.

Ein China zugeschriebener Hacker-Zugriff auf Personaldaten von US-Beamten war anscheinend umfangreicher als zunächst angenommen. Wie die „Washington Post“ am Freitag unter Berufung auf offizielle Angaben berichtete, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Systeme der US-Bundesverwaltung (OPM) betroffen, die Hintergrund-Daten zu derzeitigen oder potenziellen Mitarbeitern mit Blick auf eine Erlaubnis zum Zugang zu geheimen Informationen enthalten. Die Behörde untersuche jetzt, wie viele Menschen von dieser Cyberattacke betroffen seien, wurde ein OPM-Sprecher zitiert.

Personaldatenbank gehackt

Bereits vor einer Woche hatte die Bundesverwaltung berichtet, dass sich Hacker Zugriff auf Personaldaten von vier Millionen aktueller und ehemaliger Mitarbeiter verschafft hätten. Demnach ging es dabei um Sozialversicherungsnummern, Arbeitsbeschreibungen und Beurteilungen der Mitarbeiter. Bei der nun von der Behörde enthüllten Attacke sollen sich die Hacker Zugang zu Materialien verschafft haben, die bei Untersuchungen und Überprüfungen zur Freischaltung von Zugängen zu geheimen Informationen gesammelt wurden.

US-Ermittler gehen davon aus, dass China hinter dem Cyberangriff auf die Bundesverwaltung steckt. Peking hat die Vorwürfe als „grundlose Anschuldigungen“ zurückgewiesen.