Ein Kind liegt mit einem Smartphone auf dem Bett.

Symbolbild: Kind mit Smartphone

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Netzpolitik

Meta und Google stehen wegen Suchtgefahr vor Gericht

In diesem Jahr müssen sich in den USA mehrere Internet-Riesen vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, Kindern und Jugendlichen mit ihren Plattformen Schaden zuzufügen.

Am Montag begann am Los Angeles County Superior Court ein Jury-Verfahren gegen Meta und Google. TikTok und Snap, die Betreiberfirma von Snapchat, hatten den Streit im Vorfeld außergerichtlich beigelegt. Wie viel Geld dabei geflossen ist, ist unbekannt.

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Abhängigkeit, Depressionen und Suizidgedanken

Eine 19-jährige hatte die Tech-Konzerne geklagt, weil deren Apps ihrer Ansicht nach bei ihr schon in jungen Jahren zu Abhängigkeit, Depressionen und Suizidgedanken geführt hatten. Ihr Anwaltsteam will im Verfahren nachweisen, dass die Unternehmen aus Profitinteresse ihre Plattformen so konzipiert haben, dass sie Kinder süchtig machen.

Drei Personen stehen vor einem Gerichtsgebäude, zwei halten gerahmte Fotos von jungen Menschen.

Vor Prozessbeginn versammeln sich Eltern vor dem Gerichtsgebäude in Los Angeles.

Die Tech-Konzerne bestreiten die Vorwürfe und argumentieren, dass sie nicht für die Inhalte verantwortlich sind, die Dritte auf ihren Plattformen veröffentlichen. Außerdem verweisen sie auf Sicherheitsmaßnahmen, die in den vergangenen Jahren eingeführt wurden. Es wird erwartet, dass auch Top-Manager der angeklagten Unternehmen im Verfahren aussagen werden, etwa Meta-CEO Mark Zuckerberg.

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Potenziell wegweisendes Urteil

Ein Urteil im Sinne der Klägerin könnte tausenden ähnlichen Klagen den Weg ebnen und die Haftung von Tech-Konzernen für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen neu definieren. Auf US-Bundesebene sind mehr als 2.300 ähnliche Klagen von Eltern, Schulbezirken und Staatsanwaltschaften anhängig.

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In New Mexico beginnt kommende Woche zudem ein weiterer Prozess gegen Meta, in dem es um den Vorwurf der sexuellen Ausbeutung von Kindern auf dessen Plattformen geht. Auch in diesem Fall bestreitet der Konzern die Vorwürfe.

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