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Angriff
04/03/2012

Online-Angebot von UPC gehackt

Der Onlineauftritt des Telekommunikationsunternehmens UPC war Opfer einer Attacke. Die Hauptseite war kurzfristig nicht erreichbar und das Webmailangebot wurde mit einer kurzen Nachricht versehen. Wer hinter dem Angriff steht, ist unklar. Im Web wurden Spekulationen laut, Anonymous könnte hinter den Angriffen stehen.

von Michael Leitner

Der Webserver des Telekommunikationsanbieters UPC war kurzfristig am Donnerstag Abend nicht erreichbar. Die Seite wurde aber mittlerweile wiederhergestellt und ist derzeit erreichbar. Auch das Webmailangebot von UPC war offenbar von dem Angriff betroffen, denn hier war das Interface auf einige wenige Elemente reduziert und "geh scheissn" stand in mehrfacher Ausführung auf dem ansonsten weißen Bildschirm.

Der Hack könnte im Zusammenhang mit dem österreichischen Ableger der Hackergruppierung Anonymous - Anonymous Austria - stehen, die auf ihrem Twitteraccount kurz vor dem Ausfall ankündigten: "Stay tuned everypony! Something big is going to happen!". Siegfried Grobmann, Pressesprecher von UPC Austria, sagte gegenüber der futurezone, dass keinerlei Kundendaten vom Angriff betroffen seien. "Kundendaten, sowohl für den Webmaildienst als auch andere Dienste, wurden dabei nicht entwendet, da die Daten auf anderen Servern liegen.", sagte Grobmann gegenüber der futurezone. Beim Angriff gingen auch keinerlei Daten verloren, sodass die Seiten sofort wiederhergestellt werden konnten.

Protest gegen Vorratsdatenspeicherung
Die Aktion könnte

gedacht sein. Diese wurde unter heftigen Protesten 2011 vom österreichischen Nationalrat beschlossen und sieht die Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten auf sechs Monate durch Telekommunikationsunternehmen wie UPC vor.

Die Bürgerinitiative zeichnemit.at der AK Vorrat konnte bis zuletzt mehr als 74.000 Unterschriften gegen die Einführung der Vorratsdatenspeicherung sammeln. Auch im Rest Europas ist die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung umstritten. In Deutschland wurde die Richtlinie bereits 2007 umgesetzt, dann aber im März 2010 vom Verfassungsgericht wieder gekippt. Nun stellte die EU-Kommission der deutschen Regierung ein Ultimatum von vier Wochen, innerhalb derer sie die Richtlinie von 2006 in geltendes Recht verwandeln muss.

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