Netzpolitik
28.06.2013

PRISM: US-Armee sperrt Guardian-Webseite

Amerikanische Soldaten auf US-Militärstützpunkten können die Webseite der britischen Zeitung Guardian nicht vollständig abrufen. Gesperrt sind die Artikel rund um den PRISM-Skandal, wie auch von Seiten der US-Armee bestätigt wurde.

Aufgedeckt hat die Sperre der Monterey Herald, nachdem der Zeitung von Mitarbeitern im dortigen Militärstützpunkt mitgeteilt wurde, dass entsprechende Webseiten nicht aufgerufen werden können. Ein Sprecher der Army Network Enterprise Technology Command (NETCOM), die für die Netzwerktechnik bei der US-Armee verantwortlich ist, bestätigte daraufhin, dass die Seiten in Stützpunkten in den gesamten USA blockiert sind.

Grund sei "Netzwerk-Hygiene", um die unautorisierte Verbreitung von Geheimdokumenten zu verhindern. Dabei werde auf eine "Balance zwischen Informationsfreiheit und Sicherheit" geachtet.

Die britische Zeitung Guardian hatte als erstes über das umstrittene PRISM-Programm berichtet, nachdem sich der Whisleblower Edward Snowden an das Blatt gewandt hat. In weiterer Folge erschienen in dem Blatt und auf der Webseite noch zahlreiche Details zu dem Programm.

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