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08/07/2020

Hofers Thermomix-Klon hat Sicherheitslücke

Ein Forschertrio der FH Oberösterreich konnte das Küchengerät über eine ungeschützte WLAN-Verbindung steuern.

Wer den Thermomix-Klon Ambiano von Hofer sein Eigen nennt, sollte ihn künftig lieber ohne WLAN-Funktion nutzen. Denn Forscher der FH Oberösterreich haben beim Küchengerät, die dem Thermomix der Marke Vorwerk ähnelt, eine Sicherheitslücke entdeckt.

Die WLAN-Funktion, die per Knopf aktiviert wird, ermöglicht im Grunde eine Fernsteuerung der Maschine per App. Allerdings kann diese Verbindung laut dem Bericht der Forscher Florian Hehenberger, Markus Zeilinger und Dieter Vymazal einfach übernommen und das Gerät sogar zerstört werden, wie Golem berichtet.

Erhitzen aus der Ferne

So lässt sich das Gerät unter anderem aus der Ferne erhitzen. Eigentlich ist ein Heizvorgang nur bis 120 Grad Celsius und nur dann möglich, wenn zusätzlich die Rühreinheit des Gerätes aktiv ist. Die Forscher konnten diese Bedingungen jedoch einfach umgehen und haben das Gerät ohe aktive Rühreinheit auf 140 Grad erhöht.

Das Gerät lässt sich sogar zerstören, indem die Drehrichtung bei voller Drehzahl alle 1,5 Sekunden gewechselt wird. Diesen Test haben die Experten zwar nicht bis zum Ende durchgeführt, sie gehen jedoch stark von einer mechanischen Beschädigung aus, wenn man dieses Spiel lange genug treibt. 

Keine Lösung

Aktuell ist keine Lösung in Sicht. Das Forscherteam hatte Hofer vor mehr als drei Monaten auf das Defizit aufmerksam gemacht. Nachdem der Konzern es jedoch nicht behoben hatte, veröffentlichte das Forschertrio nun die Sicherheitslücke. Aktuell empfehlen die Fachmänner, die Maschine ohne WLAN-Funktion zu nutzen und auf die App-Steuerung zu verzichten.

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