Galaxy S26 Hands-On
© Thomas Prenner
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Samsung will chinesische Smartphone-Displays verbauen, um Geld zu sparen

Die kommenden Samsung-Spitzengeräte könnten laut einem koreanischen Bericht mit Displays eines chinesischen Herstellers ausgestattet werden. Der Grund, warum die Samsung-Galaxy-S27-Handys ihre Bildschirme aus China bekommen sollen, liegt am Preis. Angeblich möchte Samsung die hohen RAM-Preise mit günstigeren Displays kompensieren. 

Soweit so logisch. Verwirrend wird es aber, wenn man bedenkt, dass der Samsung-Konzern selbst eine eigene Display-Sparte hat, die für ihre hochwertigen OLEDs bekannt ist. Das wirft folgende Frage auf: Wie kann es sinnvoll sein, Displays von chinesischen Firmen zu kaufen, wenn der Samsung-Konzern selbst Displays herstellt?

Die Antwort darauf liefert einerseits die komplizierte Firmenstruktur von Samsung und andererseits die zunächst unlogisch erscheinenden Marktmechanismen. Hinzu kommen der Wettbewerbsfaktor sowie der Antrieb zur Innovation. 

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Marktlogik und Wettbewerb

Zum allgemeinen Verständnis: Die Samsung-Smartphones kommen von Samsung Electronics. Die Bildschirmsparte ist wiederum ein Tochterunternehmen von Samsung Electronics und heißt Samsung Display

Dass Samsung die Displays für seine Handys von anderen Herstellern liefern lässt, ist nichts Neues. Beispielsweise kommen bei manchen Galaxy-A57-Geräten die Bildschirme vom chinesischen Unternehmen CSOT, das zu TCL gehört. CSOT ist bei dem Mittelklasse-Handy der Zweitlieferant. Erstlieferant ist aber Samsung Display.

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Samsung Galaxy A57

Samsung Galaxy A57

Diversifizierung der Lieferkette

Ein ähnliches Konstrukt könnte für die S27-Geräte vereinbart werden. Angeblich steht ein Deal mit dem chinesischen Display-Hersteller BOE vor dem Abschluss. Sollte dieses Geschäft in Kraft treten, würde aber immer noch Samsung Display der Hauptlieferant für OLEDs für die S27-Reihe sein. 

Das Heranziehen eines externen Display-Lieferanten ermöglicht es Samsung, die OLED-Preise auf dem gesamten Bildschirmmarkt zu drücken. Auch wenn Samsung Display dadurch weniger einnimmt, kann Samsung seine Smartphone-Preise ebenso niedrig halten. 

In weiterer Folge bleibt auch Samsung Display durch niedrigere Preise wettbewerbsfähig. Das wiederum stärkt die Verhandlungsposition, wenn es um die Produktion der iPhone-OLEDs geht. Samsung Display ist bekanntlich der Erstlieferant für Apple. 

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2 faltbare Samsung-Smartphones

2 faltbare Samsung-Smartphones

Technologiewandel antreiben

Gleichzeitig zwingt der Mutterkonzern die Tochterfirma durch den Wettbewerb mit chinesischen Marktteilnehmern zur Innovation. Im konkreten Fall geht es um die Umstellung von starren (rigid) OLEDs auf flexible OLEDs. Auch wenn die Bezeichnung irreführend ist, hat "flexibel" in diesem Zusammenhang nicht direkt etwas mit faltbaren Bildschirmen zu tun. 

Durch die Konkurrenz aus China beschleunigt Samsung den Technologiewechsel seiner Display-Sparte auf das hochwertigere, flexiblere OLED. Diese Technologie nutzt statt Glas ein Kunststoffsubstrat, um die organischen Leuchtschichten aufzutragen. Am Ende ermöglichen diese flexiblen OLEDs eine dünnere Bauweise und schmälere Display-Ränder. Außerdem können flexible OLEDs auch faltbar gemacht werden. 

Es wird sich erst zeigen, wie Samsung bei den Displays seiner Spitzengeräte vorgeht. Der Zukauf von OLED-Panels aus chinesischer Produktion muss jedenfalls nicht gleichzeitig Einbußen bei der Qualität bedeuten.

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