Ein Finger tippt auf das grüne WhatsApp-Symbol auf einem Smartphone-Bildschirm.

Symbolbild WhatsApp

© REUTERS / Dado Ruvic
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WhatsApp-Usernames sind da: Jetzt musst du schnell sein

Viele Menschen scheuen sich, Fremden die eigene Telefonnummer zu geben. Viele Messaging-Services, darunter Signal und Telegram, bieten daher schon lange die Möglichkeit, sich per Usernamen zu verbinden.

WhatsApp zieh nun endlich nach. Schon vergangenen Herbst waren in einer Betaversion Hinweise auf die Funktion aufgetaucht – die futurezone berichtete – seit Dienstag wird die Reservierung von Usernamen tatsächlich ausgerollt. Damit wird es bald möglich, in Kontakt zu treten und dabei die eigene Telefonnummer für sich zu behalten.

WhatsApp-Screenshot zur Reservierung von Benutzernamen.

WhatsApp auf iOS

Einzigartiger Username

Unter Einstellungen – Konto – Benutzername kann man ab sofort einen Username erstellen. Er muss einzigartig sein, weshalb davon auszugehen ist, dass besonders beliebte oder kurze Namen schnell weg sein dürften.

Derzeit sieht es allerdings so aus, als ob iPhone-Nutzer einen Startvorteil hätten: Beim Test in der futurezone-Redaktion am Dienstag früh war das Feature zunächst nur auf iOS freigeschalten, bei Android-Geräten war es noch nicht zu sehen.

Kein Verzeichnis, keine Vorschläge

Benutzernamen sind als Privatsphäre-Feature gedacht. Bevor man seinen Klarnamen zum Usernamen macht, sollte man sich also überlegen, wie leicht man für Fremde erreichbar sein will.

WhatsApp betont, dass es kein Verzeichnis und keine Vorschläge für Benutzernamen geben wird. Nur Leute, die den genauen Usernamen einer Person kennen, können Kontakt mit dieser aufnehmen.

Zusätzlich kann man einen Schlüssel hinzufügen, um auszuschließen, dass man zufällig kontaktiert wird, weil jemand den eigenen Benutzernamen errät. Ist dieser aktiviert, muss das Gegenüber sowohl vollständigen Benutzernamen und den Schlüssel kennen, um eine erste Nachricht zu schicken.

➤ Mehr lesen: WhatsApp testet neue Art von verschwindenden Nachrichten

Instagram-Handle beanspruchen

Wie WhatsApp in einem Blogpost erklärt, haben Creators oder Organisationen Anspruch auf die Usernamen, die sie auf anderen Meta-Plattformen wie Instagram oder Facebook nutzen. So soll eine konsistente Online-Präsenz sichergestellt werden.

Der Username darf nicht gegen die WhatsApp-Nutzungsbedingungen verstoßen, also nicht hasserfüllt, obszön oder irreführend sein. Als jemand anderes darf man sich also nicht ausgeben. 

3 bis 30 Zeichen

Bei der Wahl des Benutzernamens gelten einige Regeln. So muss dieser zwischen 3 und 30 Zeichen lang sein, ein www. am Anfang oder eine Domain-Endung zum Schluss sind nicht erlaubt

➤ Mehr lesen: WhatsApp bringt spezielle Funktion für Sprachnachrichten

Eine reine Zahlenfolge ist nicht möglich, mindestens ein Buchstabe muss enthalten sein. Möglich sind auch Punkte und Unterstriche, jedoch nicht am Anfang oder Ende, oder direkt aneinandergereiht. Erlaubt wäre damit also etwa „martinamusterfrau“, „martina.musterfrau“, „martina_musterfrau“ oder „martinamusterfrau1“ – nicht aber „martinamusterfrau.“ oder „martina..musterfrau“. Für alle unschlüssigen stellt WhatsApp einen Benutzernamen-Generator zur Verfügung.

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