Die beste Funktion, auf die Apple-User wegen der EU verzichten müssen

Die beste Funktion, auf die Apple-User wegen der EU verzichten müssen

© Florian Christof
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Die beste Funktion, auf die Apple-User wegen der EU verzichten müssen

Eigentlich heißt es ja: „Wenn sich 2 streiten, freut sich der Dritte“. Auf den Streit zwischen Apple und der EU trifft das nicht zu – sofern man die Apple-User als Dritte ansieht. Aufgrund der strengen Vorgaben aus Brüssel müssen nämlich die Apple-Nutzer in den EU-Ländern auf immer mehr Funktionen verzichten.

Abseits des aktuellen Falls von Siri AI gibt es eine Funktion, die Apple-Nutzerinnen und -Nutzern lange Zeit angezeigt wurde, die aber in der EU nicht genutzt werden kann – nämlich „iPhone Mirroring“ auf einem Mac-Computer. Auf Deutsch wird das Feature „iPhone-Synchronisierung“ genannt.

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iPhone am MacBook

Auf meinem MacBook tauchte das entsprechende App-Icon mit macOS 15 Sequoia vor fast 2 Jahren das erste Mal auf. Ich wollte das Feature unbedingt verwenden oder zumindest ausprobieren. Aber immer, wenn ich auf das Icon "iPhone Mirroring" klickte, erschien nur die Fehlermeldung "Ist in deiner Region nicht verfügbar". Mittlerweile ist auch das App-Symbol verschwunden. 

Wie die Bezeichnung vermuten lässt, kann mit "iPhone Mirroring" der Screen des eigenen iPhones auf dem Bildschirm des Mac-Computers dargestellt werden. Das funktioniert nahtlos, reibungslos und kabellos. Man klickt am MacBook einfach auf das App-Icon und schon hat man sein iPhone auf dem großen Bildschirm. 

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"iPhone Mirroring" ist eine praktische Sache.

"iPhone Mirroring" ist eine praktische Sache.

Praktisches Feature

Über "iPhone Mirroring" hat man Vollzugriff auf sein Apple-Handy. Man kann sein iPhone über das MacBook genauso bedienen, als ob man es in der Hand hätte. Brauchbar ist unter anderem, dass damit auch Drag & Drop zwischen den beiden Geräten funktioniert. Man kann also beispielsweise ein Foto aus der Foto-App auf dem iPhone direkt auf den Desktop des MacBooks verschieben beziehungsweise kopieren. 

Auch alle anderen iPhone-Anwendungen lassen sich über den Computer steuern. Hilfreich ist das unter anderem bei der Musikwiedergabe. Besonders praktisch ist außerdem, dass über "iPhone Mirroring" auch die iPhone-Benachrichtigungen am MacBook angezeigt werden. Selbiges funktioniert auch bei den Live Activities.

Apple-Nutzerinnen und -Nutzer in der EU werden die "iPhone Mirroring"-Funktion auf absehbare Zeit wohl nicht zu Gesicht bekommen. Apple hat das Feature vorsorglich abgedreht, um sich den vorprogrammierten Ärger mit Brüssel zu ersparen. 

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Beim "iPhone Mirroring" werden die iPhone-Notfications auf dem Bildschirm des Mac-Computers angezeigt.

Beim "iPhone Mirroring" werden die iPhone-Notfications auf dem Bildschirm des Mac-Computers angezeigt. 

Zwang zur Öffnung

Der iPhone-Hersteller erwartet nämlich, dass die EU dem Unternehmen umgehend vorschreiben würde, die "iPhone Mirroring"-Funktion auch für Android-Smartphones anbieten zu müssen. Gleichzeitig könnte die EU verlangen, dass Apple seine iPhones für ein Mirroring auf Windows-Rechnern öffnen müsste. Das will Apple verhindern. 

Apple argumentiert wiederum mit den üblichen Sicherheitsbedenken. So wie die Funktion derzeit gelöst ist, lässt sich das iPhone nur von einem Mac-Computer aus steuern, auf dem derselbe Apple-Account aktiv ist. Somit stellt es kein Problem dar, wenn man sich selbst den kompletten Vollzugriff auf sein iPhone gibt. Eine solche Funktion zwischen iPhones, MacBooks, Android-Phones und Windows-Rechnern würde sicherheitstechnisch ein völlig anderes Kapitel öffnen.

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Freut sich doch der Dritte?

Wer eine solche Funktion unbedingt nutzen möchte, muss zu einem Android-Phone und einem Windows-Computer greifen. Dort gibt es solche unterschiedlich ausgestalteten Mirroring-Features schon seit mehreren Jahren. Und so könnte sich beim Streit zwischen EU und Apple dann doch noch jemand Drittes freuen.

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