Sphero

© Gregor Gruber

Sphero 2.0 im Test: Ferngesteuerte Kugel als Katzenschreck
02/03/2014

Sphero 2.0 im Test: Ferngesteuerte Kugel als Katzenschreck

Der leuchtende Ball wird mit dem Smartphone gesteuert und rollt bis zu zwei Meter pro Sekunde schnell. Mit Apps wird er zum Controller, Party-Spiel und Zombie-Killer.

von Gregor Gruber

Orbotix hat mir Sphero 2.0 eine aktualisierte Version des Spielzeugs veröffentlicht. Der mit Smartphone oder Tablet gesteuerte Ball soll doppelt so schnell fahren, drei Mal heller leuchten und mit über 25 Apps mehr können, als nur in der Gegend herumzurollen. Die futurezone hat das Gadget getestet.

Der etwa Tennisball-große Sphero (129 Euro) kommt mit zwei Sprungschanzen und einer Ladestation. Optional ist ein Noppenüberzug erhältlich, der den Ball besser für unebene Beläge, wie etwa Gehsteig oder festgetretene Erde, tauglich macht.

Mit dem Noppen-Upgrade kann sich Sphero leichter im Wasser fortbewegen. Zwar geht es auch ohne – die Kugel ist wasserdicht und treibt an der Oberfläche – jedoch ist Sphero dann deutlich langsamer im kühlen Nass unterwegs.

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Lernphase

Nach drei Stunden in der Induktions-Ladestation ist Sphero bereit für das Losrollen – der Akku hält bis zu einer Stunde. Um Sphero aufzuwecken, muss man ihn zwei Mal fest antippen. Ein Leuchten signalisiert Einsatzbereitschaft. In den Bluetooth-Einstellungen des Smartphones oder Tablets verbindet man die Kugel mit dem Gerät.

Danach startet man eine der Sphero Apps, die für iOS und Android verfügbar sind. Ein wenig störend ist, dass gerade die offizielle Sphero-App öfters Anlaufschwierigkeiten hat, Sphero zu erkennen, obwohl dieser aktiviert und per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist.

Laut dem Hersteller Orbotix liegt die maximale Reichweite bei 30 Meter. Da man auf diese Entfernung Sphero mit freiem Auge nicht mehr sieht, wird man kaum in Versuchung geraten, die Maximalreichweite auszunutzen.

Anfangs kann das Steuern von Sphero eine Herausforderung sein. Durch den Gyro-Antrieb verhält er sich nicht wie ein ferngesteuertes Auto, sondern weist beim Lenken, Bremsen und Richtung wechseln eine gewisse Trägheit auf. Das ist aber eher positiv als negativ zu sehen, da man so eine Weile beschäftigt ist, um die Steuerung bei maximaler Geschwindigkeit zu meistern.

Steuern und Ausrichten

Gelenkt wird Sphero über eine Fläche am Touchscreen, ähnlich einem virtuellen Joystick. Alternativ kann die Kugel durch Kippen des Smartphones gesteuert werden, was sich im Test als unpräzise herausgestellt hat.

Damit Sphero weiß, in welche Richtung er rollen soll, muss er mit einem Schieberegler in der App ausgerichtet werden. Durch das Bedienen des Reglers wird ein blau leuchtender Punkt in Sphero bewegt. Wenn der Punkt auf den User gerichtet ist, ist Sphero korrekt kalibriert.

Das dauert zwar nur wenige Sekunden, muss aber etwa alle fünf bis zehn Minuten gemacht werden, damit Sphero präzise steuerbar ist. Auch sollte man darauf achten, dass die Kugel immer vor einem bleibt. Fährt man mit Sphero an sich selbst vorbei und dreht sich um, muss die Kugel wieder neu ausgerichtet werden.

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Leuchtend

In der Standard Sphero App und den meisten anderen Steuer-Apps, kann die Geschwindigkeit eingestellt werden. Umso langsamer, umso leichter und präziser lässt sich Sphero steuern. Auch die Farbe in der Sphero leuchtet kann frei gewählt werden.

In der Standard Sphero App gibt es neben dem freien Fahren einen Modus, der spielerisch die Fähigkeiten von Sphero näher bringt. Durch Herumfahren bekommt man Level-Ups, mit denen man neue Farben oder ein schnelleres Tempo freischaltet. In Missionen lernt der User, wie etwa der Turbo Boost von Sphero genutzt wird.

Apps gegen Langeweile

Hat man den Dreh einmal raus, kann man eigens angelegte Strecken mit Sphero fahren, mit dem Turbo-Boost über Schanzen und darunter platzierte Matchbox-Autos springen oder mit Dosen und Plastikflaschen eine Runde Kegeln.

Sind die Möglichkeiten der eigenen Kreativität erschöpft, gibt es über 25 Apps für Sphero. Viele davon sind gratis. Manche sind einfach nur Steuer-Apps mit einem anderen Skin. Ein paar ermöglichen es Bewegungsabläufe für Sphero zu programmieren.

Zombie-Killer

Die Augmented Reality App „Rolling Dead“ blendet Zombies im Live-Kamerabild ein, die mit Sphero um- und überfahren und abgeschossen werden können. Bei „ Sharky“ wird über Sphero ein Biber eingeblendet, mit dem man versuchen muss Cupcakes zu essen.

„orbBasic“ und „MacroLab“ erlauben das Programmieren von Bewegungsabläufen und Lichteffekten. Bei einer anderen App zeichnet man in verschiedenen Farben am Display. Drückt man auf das Play-Icon, fährt Sphero in der jeweiligen Farbe die Zeichnung ab. So kann man etwa mit einer Kamera und Langzeitbelichtung Lichtmalereien machen.

Andere Apps nutzen Sphero als Controller. Bei „Exile“ hält man die Kugel in der Hand und steuert durch kippen, drehen und neigen ein Raumschiff am Smartphone-Display. „Farben greifen“ ist ein Reaktionsspiel, bei dem Sphero in verschiedenen Farben leuchtet und man nur bei einer bestimmen zugreifen soll. „PinWheel“ ist ein Merkspiel, bei dem Sphero in vier Farben leuchtet und man am Smartphone die richtige Sequenz eingeben muss.

Haustier-Hatz

Wie alles, was sich bewegt, kann Sphero auch für die Haustier-Bespaßung eingesetzt werden. Die meisten Katzen versuchen Sphero zu fassen, einige haben aber auch Angst, was unter anderem an dem teilweise lauten Geräusch liegt, dass Sphero beim Rollen auf einigen Untergründen erzeugt.

Schade ist, dass Sphero keine Sensoren hat, um – abseits der programmierten Makros – selbstständig zu fahren. Würde Sphero Wände und Zusammenstöße erkennen und danach in eine andere Richtung weiterrollen, könnte man ihn einfach absetzen und als automatisierte Katzen-Unterhaltung im Wohnzimmer herumrollen lassen.

Größere Hunde reagieren meist positiv auf Sphero und jagen ihm gerne nach. Wie einen Tennisball nehmen sie die Kugel aber auch ins Maul, wenn sie sie gefangen haben. Sphero ist robust genug, um das und etliche Crashes wegzustecken. Da er wasserdicht ist, können Sabber, Tierhaare und sonstiger Schmutz einfach abgewaschen werden.

Fazit

Mit 130 Euro ist Sphero 2.0 nicht gerade das günstige ferngesteuerte Spielzeug, aber unterhaltsam. Die Apps machen Sphero aber auf Dauer interessanter, als etwa ein mit App gesteuertes Spielzeugauto. Und wenn man ein Haustier hat, das vor Sphero keine Angst hat, erfreut der leuchtende Ball nicht nur das Frauerl und Herrl, sondern auch Katze und Hund.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen mcworld/mcshark und futurezone.at

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