Ein Bild der Rakete auf der Startrampe, bevor der Countdown abgebrochen wurde

© MHI Launch Services

Science
09/11/2019

Feuer auf Startrampe: Japan verschiebt Flug zur ISS

Das Feuer brannte für mehr als zwei Stunden. Die Rakete hätte vier Tonnen Fracht zur Raumstation ISS bringen sollen.

Dienstagabend hätte eine Mitsubishi Heavy Industries H-IIB starten sollen. Das Ziel: Der Flug des Raumtransporters HTV-8 zur Internationalen Raumstation ISS. Daraus wurde nichts, weil ein Feuer ausbrach.

Wie space.com berichtet, brannte das Feuer über zwei Stunden lang auf der mobilen Startrampe. Es gab keine Verletzten. Warum das Feuer ausgebrochen ist, ist noch nicht bekannt. Es gab keine Anzeichen, dass Treibstoff ausgetreten ist.

Das Feuer war anscheinend an der Außenseite der mobilen Startrampe. Zwar befindet sich dort ein Loch für die Lüftung, das Feuer habe aber nicht aus diesem Loch herausgebrannt. Rund um das Loch sei laut der Startrampen-Crew lediglich hitzeabweisendes Material. In dem Bereich des Feuers würden sich auch keine Komponenten befinden, die zu dem Zeitpunkt des Ausbruchs relevant für den Raketenstart gewesen wären.

Die japanische Weltraumagentur JAXA sagte, dass jetzt der Raumfrachter und die Rakete auf Schäden untersucht werden müssen. Wird der Start um mehr als einen Monat verschoben, müsste die Ladung des Frachters neu verpackt werden.

Keine Gefahr für Astronauten

Für die Astronauten der ISS soll die Verzögerung keine unmittelbaren Auswirkungen haben. „Sie sind sicher und gut versorgt“, sagte die NASA in einer Stellungnahme. Teile der Fracht von HTV-8 sind sechs Lithium-Ionen-Batterien, um alte Nickel-Hydrogen-Batterien auf der ISS zu ersetzen. Diese Batterien sollen im Laufe des Jahres bei Außenmissionen installiert werden.

Weiters Teil der Beladung ist der experimentelle Kommunikations-Satellit SOLISS und das Experiment Hourglass. Dabei sollen die Auswirkungen der geringeren Schwerkraft auf Puder und granulare Materialen getestet werden.