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Science

Gescheiterte, sowjetische Venus-Sonde steuert auf die Erde zu

1972 hat die Sowjetunion eine Sonde in Richtung Venus geschickt. Die "Kosmos 482"-Mission scheiterte aber recht bald, die Sonde und das Landungsmodul schafften es nicht aus dem Erdorbit hinaus und blieb dort quasi hängen. Seither umkreist das Raumfahrzeug die Erde und wird irgendwann wieder in die Erdatmosphäre eintreten.

Die ESA rechnet damit, dass die sowjetische Sonde nicht vor 2020 zur Erde zurückkehren wird. Ein Hobby-Astronom, der Kosmos 482 seit Jahren beobachtet, schätzt, dass es dieses Jahr noch zu einem Wiedereintritt kommen wird. Andere Berechnungen gehen davon aus, dass die Sonde noch einige Jahre um die Erde kreisen wird, bevor sie "zur Landung" ansetzt.

Zustand bleibt fraglich

Kosmos 482 dürfte beim fehlgeschlagenen Launch zum Teil auseinandergebrochen sein. Manche Teile des Raumfahrzeugs sind bereits vor 45 Jahren wieder in die Erdatmosphäre eingetreten und dabei verbrannt. In welchem Zustand die sowjetische Sonde tatsächlich ist, weiß niemand so genau.

Die Schwestersonde Venera hat es bis zur Venus geschafft

Der Wiedereintritt des noch verbleibenden Raumfahrzeugs wird jedenfalls spannend. Denn das Landungsmodul, das bereits vor Jahrzehnten auf der Venus hätte landen sollen, wog bei seinem Start 495 Kilogramm und war dafür ausgelegt, einen Eintritt in die Atmosphäre zu überstehen.

Ins Meer fallen

Je nachdem in welcher Verfassung Kosmos 482 ist, könnte das historische Raumfahrzeug beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vollständig verbrennen oder in Teilen auf die Erdoberfläche treffen.

Sollte es den Wiedereintritt überstehen, sei die Chance 1 zu 10.000, dass jemand von der sowjetischen Sonde getroffen wird, schätzt der Harvard-Astronom Jonathan McDowell. Als wesentlich wahrscheinlicher gilt, dass Kosmos 482 ins Meer stürzt.

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