Neura Robotics

Neura Robotics

© Neura Robotics
Wählen Sie FUTUREZONE als bevorzugte Google-Quelle

Science

Warum in Bayern ein "Fitnessstudio" für Roboter entsteht

Beim Training von KI-Sprachmodellen wie ChatGPT bedienen sich die Unternehmen nahezu beliebig vieler Daten aus dem Internet. Bei einer physischen Künstlichen Intelligenz, die den humanoiden Robotern bei Bewegungsprozessen zugrunde liegen soll, ist es nicht möglich, auf einen derart riesigen Datenpool zurückzugreifen. 

Aus dieser Motivation heraus, soll in Bayern nun ein so genanntes RoboGym entstehen. In diesem "Fitnessstudio" sollen Roboter aus menschlichen Bewegungen wertvolle Daten gewinnen. Für den Aufbau solcher RoboGyms kooperiert das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der Technischen Universität München (TUM) mit dem Unternehmen Neura Robotics.

➤ Mehr lesen: Roboter-Zentaur: Dieses Exoskelett gibt es euch 2 zusätzliche Beine

Neura Robotics

So soll das RoboGym aussehen. 

Roboter sollen von Bewegungen lernen

Gemeinsam wollen Neura Robotics und das MIRMI das weltweit größte Forschungs- und Trainingszentrum für Robotik im wissenschaftlichen Bereich schaffen. Dort sollen künftig hunderte Robotersysteme für ihren Einsatz im Alltag weiterentwickelt und KI-unterstützt trainiert werden.

Humanoide Roboter würden für das Erlernen von Bewegungen nur in einem begrenzten Rahmen auf Web-Videos zurückgreifen können, heißt es in einer Aussendung. Zudem sei auch noch unklar, wie gut sich Bewegungen aus Videos herauslesen lassen. Simulationen seien meist viel zu unpräzise und könnten etwa Reibungskräfte, die in der realen Welt vorhanden sind, nicht zuverlässig reproduzieren.

➤ Mehr lesen: Gruseliger humanoider Roboter hat künstliche “Muskeln”

Datensätze werden erstellt

"Das sind die Gründe, weshalb es ein Trainingszentrum braucht, in dem Menschen den Robotern einzelne Fähigkeiten beibringen, etwa eine Schachtel zu falten oder Bauteile zusammenzustecken", sagt Professor Achim Lilienthal, Vizedirektor des MIRMI. "Die Roboter werden im RoboGym allgemeine Fertigkeiten erlernen, die sie dann selbständig auf spezielle Aufgaben übertragen können". Die Voraussetzung dafür sind sehr viele Datensätze, die nun im RoboGym von menschlichen Roboter-Trainern erstellt werden.

➤ Mehr lesen: Wie lernen humanoide Roboter?

Der Gründer und CEO von Neura Robotics, David Reger, sagt: "Der entscheidende Wettbewerbsfaktor in der intelligenten Robotik ist nicht mehr die Mechanik, er liegt in den Daten. Wer über hochwertige, realitätsnahe Trainingsdaten verfügt, definiert das Tempo."

➤ Mehr lesen: Peinliches Debüt: Russischer humanoider Roboter stürzt bei Präsentation

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare