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Stellungnahme Porno und Sexbeiträge: Tumblr druckst herum.

Foto: Screenshot
Die in den vergangenen Tagen entfachte Diskussion um zensierte Porno- und Erwachsenen-Inhalte auf der Blogging-Plattform Tumblr ist um eine kuriose Stellungnahme reicher. Die komplizierten Filter-Funktionen seien Schuld, aber eigentlich habe man fast nichts verändert.

In den vergangenen Tagen gingen die Wogen hoch, als bekannt wurde, dass Tumblr Blogs mit Erwachseneninhalte (Adult), aber auch viele Such-Tags wie #gay, #lesbian oder #bisexual vom internen Suchindex ausschließt. Viele User sahen diesen Schritt als Zugeständnis an die konservative Firmenpolitik von Yahoo, welches Tumblr im Mai aufgekauft hat. In einem Blogpost meldete sich Tumblr nun zu Wort, blieb aber einige klare Antworten schuldig.

Fehlfunktion
So gab das Unternehmen eine Fehlfunktion mit dem "Safe Mode" zu, der sogenannte "NSFW"-Inhalte ("Not Safe for Work"), was anstößiges, aber meist nicht pornografisches Material umschreibt, von der Suche filtern soll. Offenbar seien diese Inhalte auch gefiltert worden, wenn man den "Safe Mode" ausgeschaltet habe - dieser Fehler sei nun behoben worden. Ob die Maßnahme auch Erwachsenen-Inhalte betreffe, blieb unbeantwortet. Einige User berichteten aber, dass zwar erotische und pornografische Beiträge über die Tags wieder aufrufbar seien - als "Adult" eingestufte Blogs weiterhin von der Blogsuche ausgeschlossen seien.

In der Stellungnahme wehrte sich Tumblr auch gegen Vorwürfe, im Grunde "unschuldige" Begriffe wie #gay auf gewissen Plattformen wie etwa mobilen Apps zu blockieren. Diese Tags würden immer noch viele Erwachsenen-Inhalte liefern und man wolle nicht riskieren, dass die gesamte App deswegen als Ganzes blockiert werde. Man werde versuchen, die Filter intelligenter zu gestalten. Ungefilterte Suchergebnisse könne man auf dem Smartphone auch erzielen, wenn man die Seite im mobilen Browser aufrufe.

Stellungnahme zu Erwachsenen-Inhalte ausgespart
Auch dass man gewisse Tumblr-Blogs aus Suchmaschinen wie Google entfernen lassen habe, gab das Unternehmen zu. Allerdings habe es sich dabei vor allem um kommerzielle Pornoseiten gehandelt, die Tumblr als Spamming-Seite verwendet hätten. Abgesehen von den erwähnten Veränderungen habe sich die Ansicht bezüglich NSFW-Inhalten nicht geändert, auch seien keine anderen Maßnahmen getroffen worden. Auch hier fällt auf, dass Tumblr wieder explizit die Adult-Inhalte nicht erwähnt, um welche sich die ursprüngliche Aufregung eigentlich drehte. Mehr als 10 Prozent der beliebtesten Tumblr-Seiten sollen pornografische Inhalte haben.

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(futurezone) Erstellt am 20.07.2013, 11:00
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