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Kommunikation USA bauen Handy-Netze für Dissidenten auf.

"Verstärkte Bemühungen" in Afghanistan, Iran, Syrien und Libyen

Die US-Regierung unterstützt einem Zeitungsbericht zufolge die heimliche Kommunikation von Regimekritikern im Nahen Osten mit dem Aufbau alternativer Handy-Netze. So hätten das Washingtoner Außen- und das Verteidigungsministerium in Afghanistan für mindestens 50 Millionen Dollar ein unabhängiges Mobilfunknetz geschaffen, berichtete die „New York Times“ am Sonntag unter Berufung auf US-Regierungskreise. Dafür würden Türme auf Militärstützpunkten in dem Land genutzt.

Die USA finanzierten auch den Aufbau geheimer Handy-Netze für Oppositionelle in Ländern wie dem Iran, Syrien und Libyen. Auch Technologien für einen ungehinderten Zugang zum Internet der Dissidenten würden gefördert. Die Bemühungen seien verstärkt worden, seit Ägyptens Ex-Präsident Husni Mubarak kurz vor seinem Sturz das Internet sperren ließ. In den vergangenen Monaten hatten Regierungskritiker in Nordafrika und dem Nahen Osten das Internet genutzt, um ihre Proteste zu koordinieren.

"Internet im Koffer"
Die „New York Times“ berief sich in ihrem Bericht auch auf Planungen, geheime Depeschen und Mitarbeiter der Projekte. Demnach wird auch an einem Vorhaben gearbeitet, bei dem Geräte für drahtlosen Zugang zum Internet in Gepäckstücken über Grenzen geschmuggelt werden sollen. Neben diesem „Internet im Koffer“ arbeiteten US-Diplomaten auch an Möglichkeiten, Handys nach Nordkorea zu schaffen. Sie sollen sich mit Agenten getroffen haben, die chinesische Mobiltelefone an der Grenze zu Nordkorea vergraben. Oppositionelle könnten diese dann ausgraben und für geheime Anrufe nutzen, berichtete die Zeitung. US-Außenministerin Hillary Clinton unterstütze die Bemühungen ausdrücklich.

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(reuters) Erstellt am 12.06.2011, 19:20

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