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CES 2016 Kostprobe von der Kapsel-Cola-Maschine Keurig Kold.

Foto: Thomas Prenner
Der Erfolg von Kapsel-Kaffeemaschinen hat Unternehmen dazu inspiriert, das Konzept auf kalte Getränke umzulegen. Die futurezone hat einen Schluck genommen.

Der Getränkespezialist Keurig hat bereits Erfahrung mit Kapsel-Kaffeemaschinen und steigt jetzt mit Kaltgetränken in den Markt ein. Die Keurig Kold macht aus gewöhnlichem Wasser Softdrinks und Cocktail-Mixgetränke. Die Kapseln sind in zwei Kammern aufgeteilt: Im unteren Teil befindet sich der Sirup, während im oberen Teil Kügelchen sind, die bei Berührung mit Flüssigkeiten CO2 abgeben.

Die Funktionsweise entspricht dabei genau dem, was man auch von Kapsel-Kaffeemaschinen kennt. Man füllt Wasser in das Gerät, legt die Kapsel ein und verschließt den Deckel mit etwas Druck, so, dass der Sirupbehälter durchstoßen wird. Anschließend drückt man einen Knopf und die Getränkezubereitung beginnt. 

Funktionsablauf

Das Wasser, das im Gerät bei Zimmertemperatur gelagert ist, wird in einem ersten Schritt gekühlt. Die notwendige Technik sei so komplex, dass sie sich Keurig patentieren hat lassen, wie eine Unternehmensvertreterin gegenüber der futurezone erklärt. Ist es kühl genug, wird die CO2-Kammer geöffnet und die Kohlensäure geht in das Getränk über. Anschließend wird das soeben erzeugte Soda mitsamt dem Konzentrat in das Glas geleitet. 

Keurig hat eine Kooperation mit Coca Cola sowie mit Dr. Pepper abgeschlossen, weswegen es zahlreiche Softdrinks dieser Hersteller in Kapselform gibt. Bei der futurezone Geschmacksprobe war es ein klassisches Coca Cola, das zubereitet wurde. Das Ergebnis des Geschmackstests fiel zwiegespalten aus. Ein für gewöhnlich Cola-Light-Trinker befand das Kapsel-Cola durchaus für genießbar, während ein erfahrener Cola-Kenner weniger überzeugt war: Das Getränk schmeckte schal, der Kohlensäuregehalt war zu gering und die Temperatur zu hoch. Es erinnerte an abgestandenes Gastro-Cola.

Fragwürdiger Sinn

Die Kapseln werden im Viererpack verkauft und kosten in den USA fünf Dollar. Cocktail-Mischungen, die man selbst mit Alkohol verfeinern muss, kosten bis zu sieben Dollar pro 4er-Packung. Pro Portion erzeugt das Gerät acht Flüssigunzen, was 237ml entspricht. Dadurch sind die Kapseln um ein Vielfaches teurer, als wenn man sich das Cola in gewöhnlichen Dosen kaufen würde.

Noch dazu ist das Gerät groß und es dauert über eine Minute, bis das Getränk fertig zubereitet wurde. Das in Verbindung mit dem Müll, den die Kapseln erzeugen, lassen an der Sinnhaftigkeit des Kold zweifeln. Angesichts des hohen Preises des Gerätes von 369,99 Dollar kann man sich nur schwer vorstellen, dass es dafür tatsächlich eine Zielgruppe gibt. 

 

Weitere News, Hands-ons und Berichte zur CES 2016 gibt es hier.

Disclaimer: Redakteure der futurezone berichten vor Ort von der Consumer Electronics Show in Las Vegas. Die Reisekosten werden von der futurezone GmbH selbst sowie von Samsung und Dolby übernommen.

(futurezone) Erstellt am 15.01.2016, 06:00

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