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Mit diesen Apps bekommst du dein Netzwerk zu Hause in den Griff

Das eigene Heimnetzwerk kann zu einer ziemlich großen Belastung werden, wenn es nicht richtig funktioniert. Nicht immer ist eine langsame Internetverbindung bzw. der eigene Provider daran schuld. Überlastete WLAN-Kanäle, beschädigte Kabelverbindungen oder einfach nur die falsche Hardware können ebenso den Spaß rauben. Dank einiger Tools stehen wir bei der Suche nach den Engstellen nicht allein da. 

Wir stellen euch diese Netzwerk-Apps vor:

  • iPerf 3: iOS und Android
  • RTR-Netztest:  iOS und Android
  • PingTools: iOS
  • NetSpot: iOS und Android
  • PingPlotter: iOS und Android

iPerf 3

Wer die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen Punkt A und Punkt B eruieren möchte, setzt am besten auf iPerf. Das einfache Open-Source-Tool ermittelt für uns unter anderem Bandbreite, Paketverluste und Jitter über UDP. Über TCP ist es vor allem die Bandbreitenmessung, die relevant ist. Alles, was wir dafür brauchen, sind ein Server und ein Client.

Als Server kann beispielsweise ein Windows-Rechner oder Linux-Server mit installiertem iPerf dienen. Als Client agiert unsere App. Hier geben wir unter anderem die Server-IP, die Anzahl der Streams und die Dauer an. 

Finden sich die beiden, fängt iPerf dann standardmäßig an, Transfer- und Bitrate anzuzeigen. iPerf eignet sich dabei nicht nur für lokale Tests, einige Serverbetreiber stellen ihre Infrastruktur auch für klassische Speedtests zur Verfügung.

iPerf ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. 

RTR-Netztest

Eines der wohl heißesten Themen im Zusammenhang mit dem eigenen Netzwerk ist die Anbindung zur Außenwelt. Gerade in Österreich mit seinem verschlafenen Glasfaserausbau wird stark auf Mobilfunk und verwaltete Technologien gesetzt, um ins Internet zu kommen. Ob wir auch den Speed bekommen, den wir bestellt haben, lässt sich am besten mit dedizierten Speedtest-Apps herausfinden.

Die Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH, kurz RTR, bietet zum Überprüfen der Internetverbindung eine eigene Speedtest-App an. Kernfunktion ist ein Speedtest, der sich direkt aus dem Dashboard starten lässt. Geprüft werden Download, Upload und Ping, darüber hinaus gibt es außerdem eine Qualitätsbewertung in den Bereichen „Videokonferenzen“, „Spiele“, „Video UHD“.

Am unteren Ende der Zusammenfassung finden wir zudem einige Details zum Test sowie eine Möglichkeit, die Daten als PDF, XLSX und CSV zu exportieren. Gerade wenn Mobilfunk zum Einsatz kommt, kann der Reiter „Karte“ interessante Informationen liefern. Hier lassen sich auf einer Karte alle Speedtests in der Umgebung anzeigen, unter anderem gefiltert nach Betreiber, Zeitraum und Mobil bzw. WLAN. 

RTR Netztest ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. 

PingTools

Einen ganzen Werkzeugkasten für das eigene Netzwerk stellt uns die App PingTools zur Verfügung. Die generelle Übersicht bietet einen Einblick, welche IPs unser Gerät bzw. das Modem momentan hat. Außerdem wird das Signal von WLAN und Mobilfunk getrackt. Wechseln wir in die Übersicht zum Heimnetzwerk, bekommen wir einen vollen Einblick, was sich so bei uns tummelt.

PingTools scannt hier das gesamte Subnetz ab und listet sämtliche gefundenen Geräte. Durch Tippen auf die jeweiligen Geräte können wir dann Details wie die IP-, MAC-Adresse und das Datum des ersten Scans abrufen.

Besonders spannend ist auch der Watcher. Hier hinterlegen wir Geräte bzw. Server-Adressen, die von PingTools auf ihre Verfügbarkeit überprüft werden. Ist einer der Einträge nicht verfügbar, schlägt die App Alarm. Zudem mit an Bord sind ein Bonjour-Browser, ein Traceroute-Tool und iPerf.

PingTools ist kostenlos für Android erhältlich.

NetSpot

Ein besonders heißes Thema ist in vielen Haushalten die Funktionalität des WLANs. Verbindungsabbrüche und lahme Geschwindigkeiten sind die Hauptprobleme, die viele zur Verzweiflung bringen. Während oft minderwertige WLAN-Router bzw. Access Points für Probleme sorgen, liegt es oft auch nur an der Umgebung und den falschen Einstellungen.

Die Hauptattraktion ist der Umgebungsscanner, der uns alle in der Umgebung auffindbaren Netzwerke aufzeigt. Gerade in dicht besiedelten Gebieten wird vielen hier erst bewusst, wie viel dazwischengefunkt wird. Wirklich spannend wird es dann aber in der Kanalübersicht, wo uns NetSpot die belegten Kanäle und alle darin funkenden Netzwerke zeigt. Gerade beim Einsatz von 2,4 GHz wird es hier schnell ganz schön eng. Anhand der Grafik finden wir nicht nur heraus, ob ein manueller Kanalwechsel etwas bringen würde.

Wer noch nicht 5 GHz im Einsatz hat, bekommt möglicherweise veranschaulicht, warum ein Wechsel Sinn machen würde. Ebenfalls hilfreich kann die Heatmap-Funktion sein. Laden wir einen Plan unserer Raumaufteilung hoch, können wir mit NetSpot die Signalabdeckung in verschiedenen Ecken der Wohnung oder des Hauses messen.

So lässt sich beispielsweise herausfinden, ob noch ein Access Point notwendig ist oder nur eine bessere Platzierung Sinn ergeben würde. Als kleiner Zusatz ist außerdem ein Speedtest integriert.

NetSpot ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Zur vollumfänglichen Nutzung ist ein Abonnement erforderlich.

PingPlotter

Eines der wohl besten Tools zum Visualisieren von Engstellen im Netzwerk und darüber hinaus ist PingPlotter. Die vor allem in ihrer Desktop-Variante beliebte Anwendung hilft uns herauszufinden, wo unser Traffic auf Probleme stößt.

Der Klassiker sind hier beispielsweise Aussetzer bei Videostreams, die gerne zu den Stoßzeiten auftauchen. Aber auch Verbindungen zu ganzen CDNs gehen gerne mal in die Knie, was teilweise auch mit der Ungleichbehandlung von Traffic zu tun haben könnte. Bei PingPlotter geben wir einfach die Adresse ein, die Probleme macht. Starten wir das Tracing, werden alle Zwischenstopps auf dem Weg zum Ziel regelmäßig angepingt.

Von unserem Router über Access Points bis zu den Servern unseres ISPs sehen wir dann, wie die Pings laufen. Gibt es Aussetzer, werden diese direkt mit roten Strichen markiert. Auch erhöhte Werte lassen sich über die Grafik ablesen. Jeder Hop lässt sich dabei einzeln oder in einer gesammelten Grafik einsehen. 

PingPlotter ist kostenlos für iOS erhältlich.

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Amir Farouk

Early-Adopter. Liebt Apps und das Internet of Things. Schreibt aber auch gerne über andere Themen.

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