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So sabotieren Hacker Russlands Versuche an Starlink zu kommen

Truppen der Ukraine haben schon 2022 begonnen, SpaceX Starlink zu nutzen. Mit dem Satelliten-Internet konnte die Kommunikation aufrechterhalten werden, obwohl Russland in seinem Angriffskrieg wichtige Infrastruktur zerstört und sabotiert hat. Außerdem wurden Drohnen-Boote damit ausgestattet, um Schiffe im Schwarzen Meer anzugreifen.

Vor einigen Monaten ist Starlink vermehrt auf der Seite der Aggressoren aufgetaucht. Russische Soldaten verwenden Starlink nicht nur zur Front-Kommunikation, sondern auch um fliegende Drohnen zu steuern.

SpaceX hat deshalb verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das zu unterbinden – die Russland aber umgeht. Eine Gruppe von ukrainischen Hacktivisten, die sich 256 Cyber Assault Division nennt, hat beschlossen, diese Umgehungsmaßnahmen zu sabotieren.

Aktivierungsdienst für Starlink

Eine der SpaceX-Maßnahmen ist, dass Starlink nicht von Russen aktiviert werden kann. Deshalb suchen die russischen Soldaten seit kurzem online nach sogenannten „Drops“. Das sind ukrainische Staatsbürger, die die Terminals in ihrem Namen für die Russen aktivieren. Als Dankeschön für die Unterstützung bekommen sie von den Invasoren Geld, oft in Form von Kryptowährung.

Die Hacktivisten haben einen Köder ausgeworfen. Sie haben ein Netzwerk aus verschiedenen Kanälen und Bots gestartet, um solche Aktivierungsdienste gegen Gebühr anzubieten. Laut eigenen Angaben konnten sie so bisher 2.420 Datenpakete von Starlink-Terminals im Besitz von russischen Soldaten erhalten und die genaue Position der Terminals bestimmen.

Außerdem haben sie umgerechnet 5.870 US-Dollar an Gebühren eingenommen, die die russischen Soldaten für das Aktivierungs-Service bezahlt haben. Zusätzlich haben sie 31 Anfragen von Ukrainern bekommen, die bereit sind gegen Bezahlung zu Drops zu werden.

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Kampagne ist aufgeflogen

Die Standortdaten der Terminals haben die Hacktivisten an die ukrainische Armee weitergeleitet. Die Daten der potenziellen Drops, die die Hacktivisten als „Verräter“ bezeichnen, wurden an die Behörden weitergegeben. Das eingenommene Geld soll genutzt werden, um Fundraising-Projekte für die ukrainischen Streitkräfte zu unterstützen.

Mit 5.870 US-Dollar kommt man allerdings nicht weit, selbst wenn man billige Quadcopter aus China kauft, um daraus Kamikaze-Drohnen zu basteln. Die Hacktivisten hätten mit ihrer Aktion lieber mehr Daten und Geld gesammelt, mussten die Kampagne aber vorzeitig abbrechen. Ein paar Mitarbeiter der Gruppe hätten zu hastig neue Bots und Kanäle erstellt. Diese wurden durch die russischen Soldaten als solche enttarnt, wodurch die ganze Operation aufgeflogen ist.

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