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Abo-Check am Handy: So spart ihr jetzt Geld

Egal ob Video-Streaming, Fitness-Apps oder der digitale Rezept-Planer: Ein Großteil unseres digitalen Lebens findet heute im Abo-Modell statt. Sogar mehr PS im Auto gibt es mittlerweile als Abo. Zuletzt hat der Hype um KI-Assistenten wie ChatGPT dazu geführt, dass viele von uns Dienste abonniert haben, die nach dem ersten Ausprobieren in Vergessenheit geraten sind.

Das Ergebnis ist oft ein unübersichtlicher Wildwuchs an Fixkosten, der nicht selten Hunderte Euro im Jahr ausmacht. Oft zahlen wir monatlich für Services, die wir längst nicht mehr nutzen.

Das neue Jahr könnte man als guten Anlass nehmen, sich einen Überblick über aktive Abos zu machen und nicht genutzte Dinge zu kündigen. Die futurezone zeigt, wie.

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Aktive Abos auf iPhones finden

Der erste Schritt ist herauszufinden, welche Abos derzeit aktiv sind. Hat man diese direkt über sein Handy und über Apples App Store oder Google Play abgeschlossen, ist das ziemlich einfach. Auf iPhones und iPads geht das folgendermaßen:

  1. App Store öffnen: Suche auf deinem Home-Bildschirm oder in der App-Mediathek nach dem App Store und öffne ihn.
  2. Profil aufrufen: Tippe oben rechts in der Ecke auf dein Profilbild (oder deine Initialen).
  3. Abo-Verwaltung wählen: Tippe in der Liste auf den Menüpunkt Abos.

Dort findet man eine Liste der Abonnements. Man kann sie nach App-Namen, Preis oder Verlängerungsdatum sortieren. Klickt man ein Abo an, kann man es direkt dort kündigen. Apple führt hier auf, wie lange man noch auf den jeweiligen Dienst Zugriff hat, bevor dieser gekappt wird. Aufgelistet sind dort nicht nur die aktiven Abonnements, sondern auch die, die man bereits gekündigt hat. Diese kann man direkt dort wieder aktivieren, wenn man das gerne möchte.

Aktive Abos unter Android finden

Unter Android sind die Schritte sehr ähnlich:

  1. Play Store öffnen: Suche die Google Play Store App auf deinem Smartphone und öffne sie.
  2. Profilmenü aufrufen: Tippe oben rechts auf dein Profilbild oder deine Initialen.
  3. Bereich auswählen: Gehe im Menü auf den Punkt Zahlungen und Abos.
  4. Abo-Liste öffnen: Tippe im nächsten Fenster auf den Unterpunkt Abos. Hier siehst du nun alle laufenden Abonnements.

Will man eines der dort gelisteten Abos kündigen, muss man es auswählen und dann auf Abo kündigen klicken. Auch hier steht dann, wie lange man noch Zugriff auf den Dienst hat, bevor einem der Hahn zugedreht wird. 

Wenn man das Abo nicht über einen der App-Stores abgeschlossen hat, kann ein Blick in das E-Mail-Postfach hilfreich sein. Dort kann man nach Begriffen wie Rechnung, Abo oder Subscription suchen und dann die Ergebnisse durchforsten. Will man eines dieser Abos kündigen, muss man die Webseite des jeweiligen Dienstes aufrufen und die Kündigung dort vollziehen.

Kreditkartenrechnung, PayPal

Kredit- oder Debitkarten-Abrechnungen sind ebenfalls hilfreich, wenn es darum geht, Abonnements ausfindig zu machen. Hier scrollt man am besten die vergangenen 3 Monate durch und prüft, ob einem etwas auffällt. Wenn man aufgrund der Buchungszeile partout etwas nicht identifizieren kann, kann eine Google-Suche nach dem Begriff hilfreich sein.

Ebenfalls eine gute Quelle ist PayPal, falls man diesen Zahlungsdienstleister verwendet. Wenn man in der PayPal-App links oben auf den Menü-Button klickt, öffnet sich ein Untermenü. Im Punkt Finanzen verwalten gibt es dort den Abschnitt Abonnements. Klickt man einen der Punkte an, kann man von dort direkt auf die jeweilige Webseite des Dienstes gelangen, um ihn zu stornieren. 

Will man nach dem Stornieren auf Nummer sicher gehen, kann man in diesem Untermenü auch der jeweiligen App untersagen, künftig von PayPal Geld abzubuchen. Dazu wählt man den Punkt Zahlung im Einzugsverfahren stornieren aus.

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Was passiert mit meinen Konten?

Wer ein Abo bei einem Dienst kündigt, muss in der Regel nicht gleich damit rechnen, dass seine kompletten Daten wie Verläufe oder Playlists gelöscht werden. Denn die Dienste haben selbst auch Interesse daran, dass man wieder als zahlender Kunde zurückkehrt und wollen einem hierfür möglichst wenig Steine in den Weg legen. 

Netflix speichert den Titelverlauf nach eigenen Angaben 24 Monate lang. Das heißt, wenn man sich in diesem Zeitraum dafür entscheidet, sein Abo doch fortzusetzen, kann man genau dort weitermachen, wo man aufgehört hat. 

Bei Disney+ bleibt der Verlauf theoretisch unbegrenzt erhalten, solange man sein Konto nicht gezielt löscht und nicht nur die Zahlung einstellt. Bei Spotify bleibt alles erhalten, man wird lediglich auf ein kostenloses Konto mit Werbung umgestellt.

Den Überblick behalten

Wenn man jetzt schon dabei ist, alle seine Abos zu identifizieren, sollte man sie bei der Gelegenheit gleich dokumentieren, damit man in Zukunft einen besseren Überblick behält. Dafür gibt es zahlreiche Apps, die genau das bieten. Diese kommen teilweise aber mit einem eigenen Abo-Modell. 

Kostenlos und fast genauso einfach ist es, eine Tabelle anzulegen, wo man alle aktiven Abos in Zeilen auflistet. Spalten mit Kosten oder nächste Zahlung geben zusätzliche Übersicht. 

Google bietet mit Tabellen etwa eine Web-basierte Alternative zu Microsofts Excel, wo das entsprechende Dokument gleich in der Cloud gesichert ist. Eine ebenfalls kostenlose, aber quelloffene Alternative aus Europa ist Cryptpad.fr.

Bei künftigen Abos sparen

Bevor man ein neues Abo abschließt, sollte man sich zuerst die Frage stellen, ob beim jeweiligen Dienst nicht stattdessen die kostenlose Variante reicht. Bei KI-Chatbots wie ChatGPT oder Claude sollte man einen Blick auf Aggregator-Dienste werfen, bei denen man mehrere KI-Modelle mit einem Abo nutzen kann. Dazu zählen etwa Poe oder Perplexity

Bei Streaming-Diensten könnte man in Erwägung ziehen, Staffel-Hopping zu betreiben. Also man bezahlt zum Beispiel konkret für einen Monat einen bestimmten Dienst, um sich dort eine Serie anzusehen. Anschließend kündigt man und wechselt für eine andere Serie zu einem anderen Dienst. Kommt dann beim ersten Streaming-Dienst irgendwann eine neue Staffel, kann man wieder zu diesem wechseln. 

Ebenfalls lohnt es sich immer, einen Blick auf Familien-Abos zu werfen. Bei diesen zahlt man in der Regel ein paar Euro mehr, kann sich das Konto aber mit einer bestimmten Anzahl an Familienmitgliedern oder oft auch Freunden teilen. Was genau erlaubt oder möglich ist, sollte man hier aber im Vorfeld gut prüfen.

Ein paar Euro lassen sich auch dann sparen, wenn man die Zahlungsweisen bei tatsächlich genutzten und gewünschten Abos anpasst. Oft ist es günstiger, wenn man den Betrag jährlich, anstatt monatlich begleicht. Wenn man vergisst zu kündigen, ist man allerdings wieder ein ganzes Jahr gebunden, was ein offensichtlicher Nachteil ist. 

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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