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China will Touchscreen-Aus im Auto: So sieht es in Österreich aus

Minimalistische Cockpits, die sich aus mehreren großflächigen Displays und Touchscreens zusammensetzen und in denen es kaum physische Tasten gibt, verleihen den Autos ein futuristisches und modernes Image. Doch im Hinblick auf die Sicherheit stellen solche Fahrerkabinen keinen Fortschritt dar. 

Weil man bei der Bedienung des Touchscreens seinen Blick von der Straße abwenden muss, will China nun per Verordnung vorschreiben, dass bestimmte Funktionen nicht länger über ein Touch-Interface bedient werden dürfen. Stattdessen dürfen essenzielle Funktionen künftig nur mehr über physische Bedienelemente gesteuert werden. 

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Tasten statt Touch

Das in China dafür zuständige Ministerium für Industrie und Informationstechnik will, dass ab 1. Juli 2027 für alle neu produzierten Fahrzeuge in China eine entsprechende Vorgabe gilt. Folgende Funktionen, sollen dann ein physisches Bedienelement, also Tasten, Hebel oder Drehregler, erfordern: 

  • Beleuchtung: Blinker, Warnblinkanlage, Hupe
  • Gangwahl: P/R/N/D (die Gangwahl ausschließlich über den Bildschirm ist untersagt)
  • Fahrerassistenz: Aktivierungsschalter für fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme (ADAS)
  • Sicherheit und Notfall: Scheibenwischer, Defroster/Scheibenheizung, elektrische Fensterheber, Unfall-Notrufsystem (AECS) sowie der Not-Aus-Schalter für das Elektrofahrzeug

Das Cockpit des Aito M9

Keine Vorgaben in Europa

Für Österreich oder Europa gibt es derzeit keine ähnlichen gesetzliche Bestimmungen, heißt es vom ÖAMTC in einem Gespräch mit der futurezone. Allerdings wurden in die Euro NCAP-Sicherheitsbewertungen mit Jänner 2026 neue Kriterien aufgenommen, die auf die Bedienung per Touchscreen abzielen. 

Beim neuen Bewertungsmodell wird dem so genannten Driver Engagement mehr Beachtung geschenkt. Sind zentrale Funktionen nur über den Touchscreen, über touchbasierte Bedienelemente oder gar in Untermenüs am Touchscreen erreichbar, wird dies negativ bewertet. 

Für eine Top-Bewertung mit 5 Sternen müssen zentrale Funktionen künftig über direkt zugängliche Bedienelemente steuerbar sein. Ziel ist es, dass die wichtigsten Funktionen blind bedient werden können, ohne den Blick von der Straße zu nehmen. Weil Touchscreens visuelle Aufmerksamkeit erfordern, seien sie der Verkehrssicherheit nicht dienlich, heißt es von Euro NCAP. 

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Umdenken bei Herstellern

Gleichzeitig habe bei den Autoherstellern ein Umdenken eingesetzt, heißt es vom ÖAMTC. Der Trend zum Touchscreen habe sich abgeflacht. In immer mehr Modellen gebe es eine Rückkehr zu klassischen physischen Bedienelementen, die ein haptisches Feedback bieten, leicht zu erreichen sind und blind bedient werden können.

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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