Touchscreens im Auto gelten als modern, aber unübersichtlich.
“Schlecht für alle”: Kia ist gegen Touchscreen-Trend im Auto
Kia hält wenig vom Touchscreen-Trend, der sich in der Autobranche breitgemacht hat. Zwar gelten die glatten Displays als modern und für Hersteller oft als kostengünstig, aber für den südkoreanischen Autobauer überwiegen die Nachteile trotzdem. Statt auf spiegelnde und im Fahrbetrieb schwer bedienbare Screens setzt Kia in seinen Fahrerkabinen deshalb weiterhin auf Knöpfe mit haptischem Feedback.
Jochen Paesen, Chef der Kia-Innenraumgestaltung, erklärte gegenüber Autocar, dass sich Kia von den vermeintlich altmodischen Knöpfen aus Prinzip nie verabschiedet habe: „Es gibt bestimmte Funktionen, die man sofort finden muss. Bei denen wollen wir keine Fehler machen, deshalb behalten wir sie physisch bei“, erklärte er. Deshalb bleiben Lautstärkenregler, Klimasteuerung und alle fahrkritischen Funktionen in Zukunft als Knopf im Kia.
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Ineffiziente und ablenkende Touchscreens
„Wenn man, um zu einer Funktion zu gelangen, 3 Schritte in einem Menü nach unten gehen muss, ist das für alle schlecht“, meinte Paesen. Interne Studien von Kia hätten gezeigt, dass sich Kunden vor allem eine einfache, intuitive Bedienung wünschen.
Mit dieser Haltung steht Kia nicht allein. VW-Chef Thomas Schäfer meinte schon 2023, dass Touchscreens dem Konzern sogar „geschadet“ hätten – und er kündigte deshalb eine Rückkehr zu mehr physischen Knöpfen an. Eine Studie der University of Washington zeigte zudem, dass die Touchscreen-Bedienung die Fahrleistung verschlechtern kann: 42 Prozent der Fahrer halten deshalb ihre Spur schlechter.
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Digitales gibt es bei Kia trotzdem
Trotzdem will Kia nicht komplett auf digitale Innovationen im Auto verzichten. Bei Software-Updates und Infotainment sei das Unternehmen voll auf Digitalkurs. Gegenüber Autocar meinte Paesen auch, dass die chinesische Autoindustrie viele Innovationen beisteuere. Offenbar holt sich Kia dort auch viele Inspirationen. „Man kann nicht ignorieren, dass China derzeit vieles schnell voranbringt, aber es ist wirklich wichtig, dass man nicht einfach immer mehr Funktionen und Schnickschnack hinzufügt“, meinte er.
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