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04/03/2016

Omnishare verschlüsselt Files am Weg in die Cloud

Das finnisch-deutsche Projekt Omnishare wurde für seine App, die einen sicheren, verschlüsselten Zugang zu Cloud-Speichern ermöglicht, ausgezeichnet.

Wie sicher sind deine Daten in der Cloud? Diesem Problem nahm sich das Team rund um die Secure Systems Group von der Aalto Universität in Finnland in Zusammenarbeit mit Kollegen des System Security Labs an der TU Darmstadt an. Die Lösung: Die Daten müssen bereits vor dem Upload in die Cloud verschlüsselt werden. Aber wie verteilt man dann den Schlüssel an seine verschiedenen Endgeräte oder an seine Freunde?

Verschlüsselter Austausch via Cloud

Genau dafür haben die beiden Teams der Universitäten rund um Andrew Paverd eine App gebastelt mit dem Namen Omnishare. Die App ermöglicht es, Inhalte vor dem Upload zu verschlüsseln und dann auf Dropbox hochzuladen. Mit einem einfachen Mechanismus kann man diese Inhalte dann auf anderen Endgeräten wieder runterladen und entschlüsseln. Am schwierigsten war es für die jungen Forscher, diesen Mechanismus so einfach und trotzdem so sicher wie möglich zu machen.

OmniShare animation with subtitles from Eledra Nguyen on Vimeo.

Omnishare wurde auf der CeBIT im Rahmen des Mapping-Projekts zum Sieger bei der „Mapping-App-Wettbewerb“ gekürt und konnte ein Preisgeld von 20.000 Euro einstreichen und sich eine Woche lang auf der CeBIT präsentieren.

App-Wettbewerb

Das europäische MAPPING-Projekt hatte sich mit seinem App-Wettbewerb zum Ziel gesetzt, Projekte zu fördern, die sich mit den Problemen der heutigen digitalen Gesellschaft auseinandersetzen wie etwa Sicherheitslücken, durch die die Privatsphäre von Online- und Smartphone-Nutzern gefährdet werden. Aus diesem Grund wurde ein App-Wettbewerb ins Leben gerufen.

Mit dem Preisgeld von 20.000 Euro wollen die jungen Forscher der beiden Universitäten jetzt neben einer Android-App, die bereits fertig ist, einen Entwickler anheuern, der eine iOS-App umsetzt. Die Begründung für die Wahl der Jury: „Omnishare zeigt, wie man den Austausch von Files via Cloud in Zukunft machen wird. Sowohl das Modell zum Schutz der Privatsphäre, als auch ihre Security-Lösung sind sehr stark ausgearbeitet. Außerdem ist es ein Open Source-Projekt. Die detaillierten technischen Informationen sind frei verfügbar.“

Platz 2 und 3

Auf dem zweiten Platz landete das Projekt MIA der österreichischen Staatsdruckerei rund um Lukas Praml. „Wir bringen den digitalen Ausweis aufs Handy“, erklärt Lukas Praml, CEO der Österreichischen Staatsdruckerei, auf der CeBIT. Auf dem dritten Platz landete die App Cloud Raid for iOS des Hasso Plattner Instituts (HPI) von der Universität Potsdam. Beide Unternehmen konnten sich und ihre Idee ebenfalls auf der IT-Messe CeBIT in der Start-up-Halle präsentieren.

Disclaimer in eigener Sache: futurezone-Redakteurin Barbara Wimmer saß in der Jury.