Wer einen Marathon laufen will, trainiert im Zweifel auf bei schlechtem Wetter (Symbolbild).
Lauf-App drängte Hobbysportler zum Training bis zur Verletzung
Ambitionierte Hobbysportlerinnen und Hobbysportler trainieren heute nicht mehr einfach so drauflos. Mit maßgeschneiderten Trainingsplänen wollen Viele das Beste aus sich herausholen.
Die App Runna, die vergangenes Jahr vom Sport-Tracking-Giganten Strava aufgekauft wurde, bietet genau das an. Läuferinnen und Läufer können sich damit auf 5-Kilometer-Strecken genauso vorbereiten wie auf den ersten Marathon.
Mittlerweile hat die App 2,1 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Doch in sozialen Medien häuften sich zuletzt Berichte über Verletzungen durch zu intensives Training, wie das Wall Street Journal berichtet. Runna hat die Trainingspläne für Anfängerinnen und Anfänger nun entschärft.
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Persönliche Trainingspläne
Für gut 120 Euro im Jahr erhält man persönliche Trainingspläne, die sich über 8 bis 26 Wochen erstrecken. Die Software greift dabei auf die Aufzeichnungen der eigenen Smartwatch o. Ä. zurück. Außerdem kann man in detaillierten Statistiken den eigenen Fortschritt verfolgen.
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Doch Runna hat in der Vergangenheit zu Zielen gedrängt, die für viele Läuferinnen und Läufer zu viel waren. Statt auf ihre Intuition zu hören und eine Pause zu machen, ließen sie sich von der App weiter motivieren. Vor allem Menschen, die gerade erst mit dem Laufsport begonnen haben, trugen so teils schwerwiegende Verletzungen davon.
Überbelastung
Das Wall Street Journal berichtet von Kerry Wagenhauser, einer 27-jährigen Nutzerin, die sich mit Runna eine Überlastungsverletzung an der Wade zugezogen hatte. Der virtuelle Coach von Runna, den sie über Kopfhörer beim Laufen hörte, habe sie ständig erinnert, dass sie zu langsam unterwegs sei.
„Die App hat die Kilometerzahl und die Intensität so schnell erhöht, dass mein Körper nicht mithalten konnte“, wird sie zitiert. Sie hat ihr Abo gekündigt.
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Einfacheres Training
Aufgrund von Vorfällen wie diesen hat Runna Mitte Jänner Konsequenzen gezogen. Die App testet seitdem eine „Not feeling 100%“-Option, die den Trainingsplan entschärft, wenn man krank ist, Schmerzen hat oder einfach nur vielbeschäftigt ist.
Nutzerinnen und Nutzer können in diesem Modus auswählen, ob sie gar keine oder nur leichte Läufe absolvieren wollen. Außerdem kann man einstellen, ob man graduell oder schnell zum ursprünglichen Plan zurückkehren will. „Not feeling 100%“ soll in den kommenden Wochen breit ausgerollt werden.
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