Wer einen Marathon laufen will, trainiert im Zweifel auf bei schlechtem Wetter (Symbolbild).
Neue Funktion in Strava: Was "Sofort-Trainings" kann
Strava hat vor einigen Tagen das neue Feature “Instant Workouts”, in der deutschen Variante “Sofort-Trainings”, gestartet. Die neue Funktion analysiert die bisherigen Aktivitäten der Nutzer und erstellt darauf basierend personalisierte Empfehlungen für die nächste Einheit.
Ziel ist es laut Anbieter, die Hürde für den Trainingsbeginn zu senken und “Decision Fatigue“, also die Entscheidungsmüdigkeit bei der Wahl der passenden Übung, zu reduzieren. Verfügbar ist das Feature nur für zahlende Strava-Abonnentinnen und Abonnenten.
Zu finden ist die neue Funktion oberhalb des Haupt-Feeds, wo die Aktivitäten aller Kontakte angezeigt werden. Auswählen kann man zwischen “Konsistenz”, “Aufbau”, “Entdecken” und “Erholung”.
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Verschiedene Vorschläge
“Konsistenz” schlägt Aktivitäten vor, die man bereits in der Vergangenheit durchgeführt hat. Bei “Aufbau” wird es anstrengender. “Entdecken” schlägt Sportarten vor, die man bisher nicht ausprobiert hat und “Erholung” beschränkt sich auf leichte Einheiten.
Für Outdoor-Aktivitäten wie Laufen oder Radfahren gibt es zudem eine Besonderheit: Basierend auf den globalen Heatmap-Daten von Strava wird automatisch eine passende Route generiert, die direkt am aktuellen Standort des Nutzers startet. Für die inhaltliche Gestaltung der Workouts arbeitet Strava zudem mit Partnern wie dem Lauftraining-Spezialisten Runna, den man 2025 übernommen hat, zusammen.
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© Screenshot
Erster Einblick
Ein erster Blick auf die neue Funktion ist eher ernüchternd. So schlägt es etwa als Aufbau-Radfahrt eine knapp 23 Kilometer lange Strecke mit 500 Höhenmetern vor, was für einen einigermaßen trainierten Radfahrer wohl zu kurz ausfallen dürfte. Längere Alternativen fehlen. Für Indoor-Radfahren wird gar nichts vorgeschlagen, obwohl das eigentlich optimal für strukturelles Training wäre und in den vergangenen Wochen mehrere solcher Trainings auf das Profil hochgeladen wurden.
Auch bei den anderen Trainings-Vorschlägen ist noch Luft nach oben. Beim Krafttraining werden zwar sehr konkrete Anweisungen inklusive konkreter Übungen vorgeschlagen, allerdings hat man das nur als Text-Lawine vor sich. Es gibt keine Möglichkeit, sich eine Übung nach der anderen anzeigen zu lassen, damit man dem Ablauf folgen kann.
Synchronisation fehlt
Auch kann man die Workouts derzeit nicht mit anderen Geräten synchronisieren, man kann sie lediglich direkt in der Strava-App starten und aufzeichnen. Die Synchronisation dürfte man aber zumindest zeitnah für Garmin-Uhren (und mutmaßlich Fahrradcomputer) sowie Apple Watches nachliefern. Das wurde zumindest von einem offiziellen Unternehmensvertreter auf Reddit in einem Kommentar angekündigt.
Das neue Feature ist ein weiterer Versuch, die Premium-Schiene, die in Österreich derzeit immerhin 70 Euro pro Jahr kostet, attraktiver zu machen. Vor allem im Hinblick auf einen Börsengang, der laut Medienberichten schon beantragt wurde, dürfte Strava hier stärker wachsen wollen.
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