B2B
19.01.2019

Bitcoin-Zahlungen für illegale Geschäfte haben sich verdoppelt

Die Abwärtsspirale der Kryptowährung hat auf einen Ort offenbar keine Auswirkung: die Bezahlung im Darknet.

Die Schließung großer Online-Shops für illegale Waren konnte den Boom der Bezahlung mit Bitcoin im Darknet nur vorübergehend bremsen. In diesem Bereich des Internet, in dem vor allem Drogen und Waffen gehandelt werden, seien 2018 täglich Waren im Wert von zwei Millionen Dollar gekauft worden, teilte der Branchendienst Chainanalysis mit. Dabei hat sich das Volumen im Jahresverlauf verdoppelt. Anfang vergangenen Jahres habe der Schnitt lediglich bei etwa einer Million Dollar gelegen, sagte Chainanalysis-Volkswirtin Kim Grauer.

Einige Märkte geschlossen

Da habe das Aus der Darknet-Seiten AlphaBay und Hansa, denen Behörden Mitte 2017 den Stecker zogen, noch nachgewirkt. Daher liege das Gesamtvolumen der Bitcoin-Transaktionen im Darknet 2018 mit etwa 600 Millionen Dollar im Vergleich zu 2017 auch rund 100 Millionen Dollar unter dem Vorjahresniveau. Der anhaltende Fahndungsdruck auf Betreiber von Darknet-Seiten könnte diese Summe in den kommenden Monaten drücken, sagt Grauer weiter.

Immer mehr Online-Shops für Waffen, Drogen oder gestohlene Kreditkarten-Daten würden geschlossen. Außerdem wichen Anbieter für ihre Geschäfte verstärkt auf verschlüsselte Messenger-Dienste aus, um der Entdeckung zu entgehen. Ungeachtet dessen dürften die Unsicherheiten rund um die Kryptowährung deren Beliebtheit im Darknet nichts anhaben. Ungeachtet der Kursschwankungen wird weiterhin mit Bitcoin bezahlt.