B2B 14.09.2013

BlackBerry-Bieter wollen nur Teile des Konzerns kaufen

Die Finanzinvestoren sind am ehesten an BlackBerrys Betriebssystem und den Patenten interessiert. Die Hardware-Sparte stößt hingegen auf weniger Interesse.

Die potenziellen Interessenten am angeschlagenen Smartphone-Pionier BlackBerry wollen möglicherweise nicht den gesamten Konzern kaufen. Die Nachfrage sei lau und die Käufer schauten eher, ob sie nur Teile des kanadischen Unternehmens erwerben könnten, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Finanzinvestoren seien am ehesten am Betriebssystem und den Patenten im Zusammenhang mit der Tastatur interessiert.

Verkauf des gesamten Konzerns

Es gebe allerdings auch die Möglichkeit, dass sich ein kanadischer Pensionsfonds mit einem Investor zusammentue, um dann doch den gesamten Konzern zu übernehmen. Dieser sei derzeit etwas mehr als fünf Milliarden Dollar wert. Fairfax Financial Holding, mit zehn Prozent BlackBerrys größter Anteilseigner, soll bereits an mehrere kanadische Investmentfonds herangetreten sein, um zu prüfen, ob man den Smartphone-Pionier gemeinsam kaufen könnte. BlackBerry wollte sich nicht dazu äußern.

Alle Möglichkeiten

BlackBerry hatte im August angekündigt, angesichts der wegbrechenden Marktanteile im Kampf gegen Apple und Samsung alle Zukunftsalternativen - darunter auch einen Verkauf - durchzuspielen. Dafür wurde ein Sonderkomitee gegründet. BlackBerrys Marktwert ist seit dem Höhepunkt 2008, als er bei 84Milliarden Dollar lag, auf nun lediglich 5,4 Milliarden Dollar gefallen.

( APA ) Erstellt am 14.09.2013