B2B
27.10.2016

Büro-Überwachung: Deutsche Datenschützer prüfen Windows 10

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht prüft, ob ein datenschutzkonformer Einsatz von Windows 10 in Büros ob des Datenhungers der Software überhaupt möglich ist.

Windows 10 übermittelt eine Vielzahl von Daten über seine Nutzer an Microsoft. Das könnte deutschem Arbeitnehmerrecht widersprechen, wie die Zeitschrift iX berichtet. Windows übermittelt unter anderem Informationen zur installierten Software, aufgerufenen Webseiten, Suchanfragen und Klickpfaden der Office-Software an Microsoft. Das kommt einer Überwachung der Arbeitnehmer gleich, was laut deutschem Recht verboten ist.

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht prüft derzeit, ob sich das Betriebssystem überhaupt so konfigurieren lässt, dass es rechtskonform in Büros eingesetzt werden kann. Vor allem der Umstand, dass viele Firmen nicht die Enterprise-Version setzen, ist hier problematisch. Dort ließe sich dei Übermittlung von sogenannten Telemetriedaten abstellen. Stattdessen setzen viele Unternehmen aber auf die Pro- oder Home-Version, wo das nicht vorgesehen ist. Für die Verhinderung der Überwachung der Mitarbeiter wären eigentlich die Betriebe verantwortlich. Datenschützer kritisieren zudem, dass die Verschlüsselung der Daten nicht hinreichend ist. So könnten Informationen abgefangen und manipuliert werden.