B2B
17.08.2013

Dell-Übernahme: Schlappe für Investor Icahn

Im Übernahmekampf um Dell hat Großaktionär Carl Icahn eine juristische Schlappe erlitten. Ein US-Gericht wies am Freitag einen Antrag auf ein Eilverfahren des Milliardärs ab, mit dem er die geplante 25 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Computerbauers durch Gründer Michael Dell torpedieren wollte.

Icahn wirft Dell und dem Direktorium vor, durch Annahme eines zu niedrigen Gebots von Michael Dell ihre treuhänderischen Pflichten verletzt zu haben. Der zuständige Richter Leo Strine wies die Beschuldigungen zurück. Icahn wollte mit der Klage den Termin am 12. September verzögern, an dem die Aktionäre über Michael Dells Offerte abstimmen sollen.

Votum mehrfach verschoben
Firmengründer Michael Dell will den Konzern zurückkaufen, von der Börse nehmen und dann in Ruhe sanieren. Ein Votum darüber wurde bereits mehrfach verschoben. Viele einflussreiche Aktionäre wie Icahn machen gegen die Offerte Stimmung. Sie halten diese für zu niedrig.

Michael Dell will sein Unternehmen nach dem Vorbild von IBM verstärkt auf das lukrativere Service-Geschäft ausrichten und ein Gesamtprodukt aus Hardware, Software und Dienstleistungen anbieten. Im Vergleich zu IBM und auch Hewlett-Packard (HP) ist Dell mit diesem Vorhaben aber reichlich spät dran.

Gewinneinbruch
Der Trend zu mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets

. Trotz stabiler Umsätze brach der Gewinn im zweiten Quartal 2013 um fast drei Viertel auf 204 Millionen Dollar ein.

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