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06/20/2013

Insolventes Kodak holt sich frisches Geld

Der insolvente Fotokonzern hat von mehreren Banken Kredite im Gesamtwert von 680 Millionen Euro erhalten, mit denen der Konzern nun in eine "glänzende Zukunft" starten und seinen Gläubigern Geld zurückbezahlen möchte. Der Deal muss jedoch noch von einem Insolvenzrichter abgesegnet werden.

Auf dem Weg aus der Insolvenz hat sich der Fotopionier Kodak nötiges Geld gesichert. Mehrere Großbanken geben Kredite über insgesamt bis zu 895 Millionen Dollar (680 Mio Euro). Kodak habe nun eine „glänzende Zukunft" vor sich, erklärte Firmenchef Antonio Perez am Donnerstag am Sitz in Rochester im US-Bundesstaat New York. Das Unternehmen versucht, sich als Spezialist für professionelle Drucklösungen neu zu erfinden.

Anschluss zu Digital verpasst
Der einst mächtige Konzern war vom Wandel zur Digitalfotografie überrollt worden. Kodak musste Anfang 2012 Insolvenz anmelden. Mit dem Verkauf von Sparten wie dem traditionsreichen Geschäft mit Kleinbildfilmen oder von Patenten konnte das Unternehmen seine Schuldenlast senken und die Verluste eindämmen. Auch hatten sich Banken bereiterklärt, Geld für die Sanierung bereitzustellen. Die neuen Kredite hätten jedoch bessere Konditionen, erläuterte der Konzern.

Rückzahlung mit Krediten
Mit dem geliehenen Geld sollen alte Gläubiger ausgezahlt und der Geschäftsbetrieb sichergestellt werden. Ein Insolvenzrichter muss dem Plan noch zustimmen. Kodak will im dritten Quartal die Insolvenz hinter sich lassen und neu durchstarten. Gläubiger, die nicht bar ausgezahlt werden, sollen Aktien des Unternehmens erhalten.

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