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Mozilla wirft Microsoft vor, Firefox zu sabotieren

Microsoft ist gerade dabei, die Copilot-Integration in seinem Windows-Betriebssystem zurückzufahren. Damit reagiert das Unternehmen auf Nutzer-Feedback, in dem die KI-Integration stark kritisiert wurde. 

Mozilla greift den Schritt in einem aktuellen Blogpost auf und sieht ihn als Eingeständnis, dass rein geschäftliche Interessen über die Autonomie der Anwender gestellt wurden. In dem Text wirft der Firefox-Entwickler Microsoft vor, genau das auch dort zu machen, wo es alternativen Browsern schade. Microsoft würde somit Browser wie Firefox gezielt sabotieren.

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Dark Patterns

Mozilla stützt sich dabei auf Untersuchungen, die dokumentieren, wie Windows durch irreführende Design-Taktiken (Dark Patterns) die Wahlfreiheit der Nutzer einschränkt. Ein zentrales Beispiel ist die Windows-Suchleiste, die unabhängig vom eingestellten Standardbrowser Links ausschließlich im Microsoft-Browser Edge öffnet. Auch Anwendungen wie Outlook und Teams ignorieren laut dem Bericht die Nutzerpräferenzen und leiten Web-Links direkt an Edge weiter

Zusätzliche Hürden sieht Mozilla in der Art und Weise, wie Windows Standardanwendungen verwaltet. Im Vergleich zu Betriebssystemen wie Android, iOS oder macOS fehle Windows ein echtes Migrationssystem, das Apps und Einstellungen beim Gerätewechsel zuverlässig übernimmt; stattdessen würden Standards oft auf Microsoft-eigene Produkte zurückgesetzt.

Zudem würde Windows keine einfache Aufforderung bieten, um einen Browser als Standardbrowser festzulegen. Mozilla sieht darin ein gezieltes Manöver, um Nutzer in der eigenen Produktwelt zu halten und den Wettbewerb zu behindern.

Mozillas KI-Funktionen können deaktiviert werden

Mozilla integriert allerdings selbst auch KI-Funktionen in seinen Browser. Das hat ebenfalls bereits für Nutzerkritik gesorgt.

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Mozilla hat die Kritik offenbar vorausgesehen und ein Feature eingebaut, womit man die KI-Features einfach wieder ausschalten kann. Zentraler Kontrollpunkt ist das “AI Controls”-Panel. Über einen Hauptschalter können Anwender sämtliche KI-Erweiterungen mit einem Klick deaktivieren, wobei diese Einstellungen auch nach Updates des Browsers dauerhaft bestehen bleiben.

Mozilla will nicht nur Firefox zu einem AI-Browser machen, sondern auch neue Softwareprodukte liefern. „In den nächsten 3 Jahren bedeutet das, in KI zu investieren, die dem Mozilla-Manifest entspricht. Es bedeutet, die Einnahmen über die Suche hinaus zu diversifizieren“, so der Mozilla-CEO Ende 2025.

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