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Absprachen
04/19/2012

Personalsuche: Apple und Google vor Gericht

Führende US-High-Tech-Unternehmen wie Apple, Google und Intel müssen sich wegen des Verdachts illegaler Absprachen bei der Personalsuche vor Gericht verantworten.

Insgesamt sieben Unternehmen aus Kalifornien sollen sich der Klage zufolge darauf verständigt haben, gegenseitig keine Mitarbeiter abzuwerben. Die zuständige Richterin in San Jose wies am späten Mittwochabend den Antrag der Firmen auf Einstellung des Verfahrens zurück. Der Verdacht liege nahe, dass die Vereinbarungen auf höchster Ebene des Unternehmens ausgehandelt und umgesetzt wurden. Geklagt hatten fünf Computeringenieure, die ihre Möglichkeiten zum Jobwechsel und zur Gehaltssteigerung beeinträchtigt sehen.

Einer ihrer Anwälte begrüßte die Entscheidung der Richterin als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Rechtsvertreter der Angeklagten waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Ähnlicher Fall 2010
Im Jahr 2010 war eine ähnliche Klage des US-Justizministeriums mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Damals hatten die Unternehmen zugesichert, den Wettbewerb um Mitarbeiter nicht zu beschränken. Ein Fehlverhalten räumten sie nicht ein. Bei dem Verfahren war unter anderem eine E-Mail des inzwischen verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs bekanntgeworden, in der er Google aufforderte, das Abwerben eines Apple-Ingenieurs einzustellen.

Neben Apple, Google und Intel müssen sich auch Adobe, das zu Walt Disney gehörende Zeichentrickstudio Pixar, Intuit und Lucasfilm vor Gericht verantworten.