B2B
26.10.2017

Trotz Smartphone-Minus: LG schafft Gewinnsprung

Das Smartphone-Geschäft von LG kommt einfach nicht aus den roten Zahlen heraus. Doch gute Umsätze mit Fernsehern und Haushaltsgeräten sorgten dennoch für ein Plus.

Trotz schwächelnder Handy-Verkäufe hat der südkoreanische Elektronikkonzern LG im Sommer einen Gewinnsprung geschafft. Das operative Ergebnis schnellte im dritten Quartal um 82 Prozent auf umgerechnet rund 400 Millionen Euro in die Höhe, wie der Samsung-Rivale am Donnerstag mitteilte. Gute Geschäfte mit TV- und Haushaltsgeräten konnten anhaltende Verluste in der Smartphone-Sparte mehr als wettmachen.

Vor allem mit Premium-Produkten wie OLED-Fernsehern und den Top-Marken bei Kühlschränken und Waschmaschinen lief es rund. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf rund 11,4 Milliarden Euro zu. Dennoch rechnet das Unternehmen im vierten Quartal mit etwas weniger Gewinn.In der TV-Sparte stieg der Gewinn um 20 Prozent auf einen neuen Höchststand. Bei Haushaltsgeräten lag der Zuwachs sogar bei 26 Prozent.

Zehnter Quartalsverlust in Folge

Das Handy-Geschäft verbuchte dagegen ein Minus von fast 300 Millionen Euro und damit den zehnten Quartalsverlust in Folge. LG ist zwar nach Samsung der weltweit zweitgrößte TV-Geräte-Hersteller, liegt aber auf dem wichtigen Smartphone-Markt weit abgeschlagen hinter dem heimischen Konkurrenten sowie Apple und mehreren chinesischen Herstellern.