B2B
09/14/2011

US-Justiz ermittelt gegen eBay

Der jahrelange Rechtsstreit geht in einer neue Runde. Das Anzeigenportal Craigslist wirft eBay vor, dass Mitarbeiter vertrauliche Informationen missbräuchlich verwendet haben.

Der jahrelange Rechtsstreit zwischen dem Internet-Auktionator eBay und dem Annoncenvermittler Craigslist hat jetzt die Staatsanwälte auf den Plan gerufen. Die Ermittler gehen dabei der Frage nach, ob eBay-Mitarbeiter vertrauliche Informationen von Craigslist missbräuchlich verwendet haben. Das geht aus einer gerichtlichen Vorladung hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag einsehen konnte.

Craigslist wirft dem Internet-Giganten vor, einen Sitz im Aufsichtsrat missbraucht zu haben, um dort gewonnene Informationen über das Anzeigengeschäft für eigene Zwecke zu nutzen. Der Streit beschäftigt seit Jahren die Zivilgerichte. EBay hält einen Anteil von 28,4 Prozent an Craigslist. Im vorigen Jahr entschied ein Gericht, dass Craigslist einen Vertreter von eBay zu Recht aus seinem Aufsichtsrat ausgeschlossen habe.

Eine eBay-Sprecherin nannte die Vorwürfe von Craigslist unbegründet und kündigte ein entschlossenes Vorgehen an. Mit der Justiz werde eBay zusammenarbeiten.

Die Aktie von eBay verlor im nachbörslichen Handel leicht auf 29,27 nach 29,40 Dollar.